Alles, was Sie über die Piraten wissen müssen, aber von Piraten selbst nicht hören werden:

Piraten zum JF-Inteviews: Diskussionen zwischen Kritik und „jetzt erst recht“-Stimmung

„Ihr wisst gar nicht, wie sehr ihr den Piraten schadet, wenn ihr einen Fehler dadurch zu vertuschen versucht, indem ihr ein Blatt von Nazis und Nazifreunden vor lauter Vertuschung in Schutz nehmt.
Umso erstaunlicher, dass sich Popp zwar einmal dazu geäußert hat und seine Unkenntnis zur Schau gestellt hat, sich aber aus der weiteren Diskussion einigermaßen heraushält. Und da soll ich glauben, die Piraten verhielten sich anders als die etablierten Parteien?“

Piraten auf Kurssuche. Frédéric Valin | Spreeblick

„Nicht dass ich die Junge Freiheit gerne oder freiwillig lese, wer will sich schon braunes Gedankengut aneignen. Aber bei der Lektüre des Interviews mußte ich feststellen, dass man der Jungen Freiheit da nicht viel vorwerfen kann.“

Fefes Blog

„Der neue [local] McCarthyismus geht dabei ähnlich vor wie der alte in den 1950er Jahren: Über teilweise beeindruckend lange Beziehungsketten steht jeder Angegriffene irgendwann einmal mit dem in Verbindung, was grade als das absolute Böse gilt: Im Amerika der 1950er Jahre war das der Kommunismus. (…)
Doch gerade angesichts von derart dreist zur Schau gestellter Dumm- und Grobheit ist beziehungsweise wäre es keineswegs verabscheuungswürdig, wenn Grundrechtsschützer so viel Abstraktionsvermögen aufbringen, dass sie auch den eigenen Feinden das Recht auf Meinungs- und Redefreiheit nicht absprechen, sondern es stattdessen verteidigen – in jedem Medium, das ihnen die Möglichkeit dazu bietet.“

Freiheit des Andersdenkenden von Peter Mühlbauer | telepolis

„Ich sehe durchaus, dass Verbote, Totschweigen und Zensur keine befriedigende Lösung sind. Aber Fefe kann nicht mal eben auf Grundlage von ein paar hingeworfenen Spekulationen die uralte und schwierige Frage beantworten, wie man ein Abdriften in den Faschismus verhindert. „Offen darüber sprechen“ scheitert jedenfalls oft schon daran, dass viele Nazis kein Interesse daran haben, mit Nichtnazis offen zu sprechen oder gar ihre Position zu überdenken – das kann ja jeder gern mal in einem entsprechenden Forum ausprobieren. Auch früher gab es schon gute Argumente gegen die Nazis. Aber vor ’33 wurden sie nicht gehört und danach durfte man sie nicht mehr äußern.“

Heulen und Zähneknirschen, jetzt erst recht | Fiddle.Knows

„Nicht nur wenige Piraten scheinen dem rechten Rand und darüber hinaus nicht abgeneigt zu sein. Bodo Thiesen und insbesondere die Reaktionen auf das Interview von Andreas Popp mit der Jungen Freiheit – man achte auf die Kommentare, wer bei Popp kommentiert, dort sind die PI-Spinner noch die harmlosen Kommentatoren, Holocaust-Leugnungen sind auch zu finden – all der tiefbraune Mist. Und was macht der stellvertretende Bundesvorsitzende der Piratenpartei? Steht offensichtlich brav daneben und freut sich wohl, dass man ihn auch einmal wahrnimmt. Freiheit bedeutet in erster Linie Verantwortung.“

Wie hart Steuerbord segeln die Piraten? – Chris| fixmbr

„Rechtsextreme Parolen wie „Deutschland den Deutschen, Türkei den Türken“ sind den NPD-Flugblättern vorbehalten. Die Praxis und die dahinterliegenden Gedanken und Einstellungen sind in der Gesellschaft viel breiter verteilt und abrufbar. Niemand weiß das besser, als die Diskurspiraten von der Jungen Freiheit (JF). Sie spielen auf diesen zahlreichen Diskursen Woche für Woche, Blatt für Blatt. Mit simplen Wikipedia-Wissen ist dagegen schwer etwas auszurichten. (…)
Verraten wird vor allem die eigene Überzeugungskraft. Es gibt andere Wege, Kinderpornographie (und vielleicht auch Holocaust-Leugnern?) das Handwerk zu legen? Wer mag das den Piraten noch abnehmen. (…)
Benötigen die Piraten wirklich so sehr die Junge Freiheit? Oder benötigen die Holocaust-Leugner die Piraten? Wer benutzt wen und wer wird in jedem Fall einen Erfolg verbuchen können?“

Piraten verraten ihre Basisdemokratie und Glaubwürdigkeit – kritische masse

"Diese sogenannte Bewegung hat zu viele bedenkliche Tendenzen und muss daher gestoppt werden. Sie würde in vielen Bereichen tatsächlich einen Rollback in stockkonservative Überzeugungen bedeuten. Die angebliche Offenheit der Piraten bedeutet wie schon erläutert defakto nur eine Offenheit für rechtsradikale und konservative Gesinnungen, die unvereinbar sind mit progressiven Forderungen und Vorstellungen von einer besseren, gerechteren und anderen Welt. Wer die Piratenpartei wählt muss sich dessen bewusst sein, dass er damit fundamental antidemokratisch Positionen stärkt. Auch wenn es immer noch intelligente und progressive Menschen unter den Piraten gibt: Diese werden zunehmend herausgedrängt und gemobbt oder marginalisiert. Die Idee die Piraten noch von innen zu erneuern scheint mir im Moment aussichtslos. Eine Vielzahl an Neumitgliedern ist viel zu unkritisch und die bestehenden Positionen scheinen schon bereits zu festgefahren, als dass man die Piratenpartei noch als ernstzunehmende Alternative sehen kann. Es bleibt also nur noch die Piraten-Bewegung als ganzes zu marginalisieren und als das zu zeigen, was sie ist: Alter Wein in neuen Schläuchen!"

Sag Nein zu Piraten - vinci auf Ritinardo

Die Pira­ten­par­tei hat es in kür­zes­ter Zeit geschafft, zum poli­ti­schen Sam­mel­be­cken für Bür­ger zu wer­den, die sich nicht reprä­sen­tiert füh­len. Auch wenn es nur anek­do­ti­sche Evi­denz ist, schei­nen sich dort gerade jene Men­schen zu enga­gie­ren, die sich bis­lang als unpo­li­tisch betrach­tet haben, manch­mal tat­säch­lich Nicht­wäh­ler waren und mit dem Slo­gan »Ihr wer­det euch noch wün­schen, wir wären poli­tik­ver­dros­sen geblie­ben« gegen das Esta­blish­ment antre­ten. Natür­lich wer­den auch inner­halb die­ser Par­tei ideo­lo­gi­sche Zuge­hö­rig­kei­ten akti­viert — noch ist eben nicht klar, wel­che gesell­schaft­li­chen The­men jen­seits des Kern­the­mas Netz­po­li­tik zur Iden­ti­tät der Par­tei bei­tra­gen wer­den. Des­we­gen kommt es in einer inner­par­tei­li­chen Debatte um Geschlech­ter­fra­gen zu erbit­ter­ten Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten, die das Dogma der »Pos­tideo­lo­gie« als Illu­sion ent­lar­ven. Des­we­gen ver­su­chen Kräfte des rech­ten Spek­trums, ihre Ideo­lo­gie in der Par­tei zu ver­an­kern. Diese The­men wer­den zwar auch aus­gie­big außer­halb der Par­tei dis­ku­tiert, aber den Bezugs­rah­men für die­sen gesell­schaft­li­chen Streit bil­det zuneh­mend die Piratenpartei.

Parteien, politische Partizipation & Piraten - Kontextschmiede

Die dritte Antwort der Piraten ist dann: Beteilige dich. Mach mit, ändere was. Um ehrlich zu sein, habe ich in meinem Umfeld genug zu tun, Leute auf solche Problematiken aufmerksam zu machen, da muss ich nicht auch noch in einer Partei, die NULL Bereitschaft oder Offenheit für dieses Thema signalisiert, gegen Windmühlen kämpfen. Wenn ich mit feministischen Problemen zu den Piraten gehe, begegnen mir verständnislose Blicke, was ich denn gerade bei den Piraten damit will, die sind doch längst darüber hinaus. Na danke. Dann lieber zu den Grünen, die sind zumindest halbwegs netzaffin, oder der FDP, die tut wenigstens so, als würde die Freiheitsrechte schätzen, und dort ein unperfektes, aber halbwegs komplettes Paket zu bekommen.

Wenn selbst in der CDU die Frauenquote höher ist, ist es vielleicht nicht so, dass sich Frauen nicht für Politik interessieren, sondern nur, dass sich Frauen nicht für die Piratenpartei interessieren. Aber das liegt dann eben auch an den Frauen – wenn sie die Piraten interessanter machen sollen, sollen sie sich da eben beteiligen. Ist doch ganz einfach. Man wird bestimmt auch freundlich begrüßt: “Ich weiß zwar nicht, was du hier willst, aber willkommen.”

Piraten-Rant - Patrick Pricken

Unser Regierungssystem hat kein Beteiligungsdefizit, sondern ein Informationsdefizit. Um unsere Demokratie zu verbessern, sollte man deswegen nicht auf die Reform politischer Prozesse setzen, sondern auf die Verfügbarmachung von Informationen, etwa durch eine Open-Data-Initiative wie “Deutschland API”. Der demokratische Impuls, der von einer Open-Data-Initiative ausgehen würde, ist vermutlich um ein vielfaches höher als eine Reform des Wahlsystems.

Liquid Democracy: Regiert von Sascha Lobo? - Daniel Florian

Die Piraten sind da ein gutes Beispiel, das sind
ein paar verwirrte Studenten, die wollen sparen. Sie haben Angst, dass man im Internet in Zukunft vielleicht keine Musik mehr klauen darf. Und dass man Kinofilme nicht mehr für lau vor dem Kinostart runterladen kann. Oder Kinderpornografie - oder weshalb haben sie uns Herrn Tauss präsentiert, wohl kaum, weil er so kinderlieb ist. Was soll das?
Die Freiheit ist in Gefahr. Und deswegen engagieren sich diese jungen Menschen. Und das sollte uns Wähler glücklich machen. Die Politiker sitzen jetzt 25 Stunden am Tag in Talkshowstudios und Pressekonferenzen um uns zu zeigen: "Wir haben euch nicht vergessen. Wir haben euch belogen, ja, aber nicht vergessen!"
Das ist wie in einer Beziehung, wenn der verlorene Partner zurückkehrt. "Ja", sagt er, "ich war vielleicht vier Jahre weg. Aber ich bin ja wieder da. Und ich hab euch lieb!" Da sollte man das Misstrauen vergessen und sagen: Er war wahrscheinlich nur Zigaretten holen…

Wahlkampf 2009 - Dieter Nuhr

Die Piratenpartei ist weiter auf der Suche nach dem richtigen Umgang mit der politischen Einstellung und Vergangenheit ihrer Mitglieder. Nach der Debatte um den Holocaust-Leugner Bodo Thiesen und dem fragwürdigen Interview des stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Popp mit der Rechtspostille Junge Freiheit stellt sich die Frage der Abgrenzung nach Rechts jetzt erneut.

Udo H. war als Kameradschaftskader mehr als ein Jahrzehnt fest verankert in der sächsischen Neonazi-Szene. Mitte der 90er Jahre war er Vorsitzender des Jungen Nationalen Spektrums (JNS). Nach dessen Auflösung versuchte er 2000 das JNS wieder aufleben zu lassen, wie aus dem Brandenburger Verfassungsschutzbericht hervorgeht. Später war der heute 33-Jährige in mehreren Kameradschaften aktiv, teils als Anführer. Er war auf Mahnwachen und demonstrierte dort gegen den "ungezügelten Zustrom von Volksfremden". Trotzdem sagt er heute, er sei nie Rassist gewesen.

Schwierige Abgrenzung: Der Pirat, der einmal Nazi war - taz

Antifaschist berichtete gestern Nacht auf Indymedia, dass zwei als bekannte Neonazis versucht haben, die Piratenpartei Niedersachsen zu unterwandern. Dabei handelt es sich um Lars Poppke und Söhnke Dorten, beide 21 Jahre alt und aus Soltau. Beide bewarben sich Anfang Juli um eine Direktkandidatur zum Bundestag im Wahlkreis Rotenburg 1-Soltau-Fallingbostel. Noch heute stehen beide rechtem Gedankengut sehr nahe. Sie erhielten jedoch nicht die notwendigen Unterstützungsunterschriften und wurden nicht aufgestellt. Dorten zog seine Kandidatur am 20. Juni in einer Stellungnahme in seinem Blog zurück.


Neuer Nazi-Skandal: Nationalbolschewisten entern niedersächsische Piratenpartei
- Piratenwatch

Die Piratenpartei erlebt derzeit einen extremen Mitgliederzustrom und da bleibt es leider nicht aus, dass Nazis versuchen die Partei zu unterwandern. Daher rufe ich euch auf, die Wiki-Seiten der Partei zu eurem Wahlkreis zu durchforsten, ob sich dort eventuell auch euch bekannte Neonazis oder Autonome Nationalisten tummeln und dann die Partei darüber zu informieren. Dafür klickt ihr euch entweder durchs Wiki bis zu eurem Wahlkreis (Das Wiki ist hier: http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009) oder ihr guckt hier ( http://www.bundestag.de/parlament/wahlen/wahlen2009/index.html) nach dem Wahlkreis, der euch interessiert und hängt dessen Nummer an folgende URL: http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009/Wahlkreis_NUMMERDESWAHLKREISES
Die Wahlkreise haben die Nummern 1-299 und müssen bei bei ein- oder zweistelligen Ziffern ohne „0“ davor an die URL angehängt werden. Nicht zu allen Wahlkreisen gibt es Wiki-Seiten.


Autonome Nationalisten in Piratenpartei
- Antifaschist auf Indymedia

Die neue Rechte kommt heute nicht mehr mit Glatze und Springerstiefeln daher. Offene Holocaustleugnung und Hitlerverherrlichung spielen in diesem Spektrum kaum eine Rolle.
In den Publikationen der Neuen Rechte gibt es durchaus kritische Auseinandersetzungen mit Hitler und dem Nationalsozialismus. Sie stellt sich auch nicht als eine homogene Masse mit einheitlicher ideologischer Linie dar, sondern sie verteilt sich in zahlreichen Zirkeln, Publikationen, Organisationen und Netzwerken mit sehr unterschiedlichen Ausrichtungen wie Junge Freiheit, nation24.de (früher: Signal), Nation+Europa, Thule-Seminar und Netzwerk, Deutsches Kolleg, Studienkreis Weikersheim u.a. Dennoch lässt sich aus der Gesamtheit der Neuen Rechte eine breit angelegte Ideologieströmung erkennen mit bestimmten Inhalten, einer bestimmten Strategie und einer dazu passenden Taktik. (vgl.: P12)

Die Neue Rechte bemüht sich um Anschlussfähigkeit zur Mitte der Gesellschaft. Sie greift Themen auf und versucht, diese zu besetzen, die man traditionell eher der Linken zurechnen würde.

Die neue Rechte im Infokrieg - Bernd Merling

Die Maskulinisten in Deutschland sind ein loses Netzwerk. Mittendrin und bestens vernetzt ist der Buchautor Arne Hoffmann. Das am stärksten frequentierte Forum der Maskulinisten ist "Wieviel Gleichberechtigung verträgt das Land?" Hier werden ungeniert Altermedia-Beiträge verlinkt. Die Forenbetreiber tolerieren dies nicht nur, sondern verteidigen es aggressiv ("lieber tot als rot!") und übernehmen selber unkommentiert Beiträge aus Altermedia. Rassistische Äußerungen finden sich neben extrem frauenfeindliche Äußerungen. Homophobe Äußerungen gehören zur Tagesordnung und der Forenbetreiber listet schon mal gerne auf, wo überall auf der Welt, in der kein "Homosexualitätszwang" besteht, Gefängnis- und Todesstrafen für Schwule bestehen.

Vor wenigen Wochen wurde dort die Piratenpartei entdeckt. Sie hat mehrere Vorzüge: es gibt fast nur junge Männer in dieser Partei, sie hat in vielen Bereichen noch kein Profil und ist entsprechend formbar, ihr Anspruch: "Gegen Zensur" verspricht Anschlussmöglichkeiten zur Anti-PC-Kampagne. Also enterten die Maskulinisten vom WGVDL die Männer AG der Piraten.

Piraten von Maskulinisten geentert - pudelpunk

Sol­che und an­de­re Fälle soll­ten nicht als „Zu­fäl­le“ be­wer­tet wer­den, son­dern als Re­sul­tat einer Ent­wick­lung, in der die „Pi­ra­ten“ allen eine Hei­mat bie­ten, „egal ob sie aus dem eher lin­ken oder eher rech­ten Lager kom­men“. Es bleibt ab­zu­war­ten in­wie­weit die „Pi­ra­ten­par­tei“ ehe­ma­li­gen und ak­ti­ven Nazis und Ge­schichts­re­vi­sio­nis­ten die Mög­lich­keit der Mit­glied­schaft bie­tet. Meine Stim­me wird diese „Par­tei“ in kei­nem Fall be­kom­men. Dann wähle ich doch schon lie­ber eine der lin­ken Split­ter­par­tei­en. Die be­kom­men eh nicht mehr als die üb­li­che 0,01 Pro­zent. Ich kann also nichts falsch ma­chen. Oder ich gehe nicht wäh­len. Auch keine Ge­fahr die fal­sche Par­tei zu wäh­len und sich ir­gend­wann ein­mal über eine Art neue „Grüne“ Par­tei zu är­gern. Bei der Wahl der „Pi­ra­ten­par­tei“ wäre diese Ge­fahr eher vor­han­den. Mensch muss ja keine neuen Är­ger­nis­se her­auf­be­schwö­ren. Daher lau­tet meine Wahl-Emp­feh­lung: Keine Stim­me den „Pi­ra­ten“!


„Piraten“ ganz rechts.
- reflexion.blogsport.de

Die Piratenpartei knüpft mal wieder an ihr Konzept von angeblicher “postideologischer” Ausrichtung an: Ihr Pressesprecher Simon Lange würde auch liebend gerne gegen die Antia demonstrieren und sieht bei NSDAP und SED die gleichen “totalitären Bestrebungen” am Werk.

So schreibt er in einem Kommentar zur ebenfalls von ihm mitverfassten Presseerklärung zum 13. Februar:

“Wenn es eine Demo gegen die ANTIFA gäbe wäre ich genauso dabei wie bei einer Demo gegen die NPD.
[...] Nicht nur die rechtsextremen Gruppierungen ignorieren die rechte Vergangenheit unseres Landes sondern viele linksextreme Gruppierungen ignorieren die Verbrechen der linken Vergangenheit. Oftmals sind eben linke und rechte Verbrechen nicht so unterschiedlich. Stalin und Mao haben ebenfalls jeweils mehrere Millionen Menschen getötet und regelrecht abgeschlachtet: politische Gegner, Demokraten, Ausländer, das volle Programm.
Und auch auf deutschem Boden hatten wir ein linkes Unrechtssystem, das leider viel zu oft verklärt als “nicht so schlimm” dargestellt wird: die DDR.
Ich vergleiche ganz bewusst NICHT die NSDAP und die SED, aber die totalitären Bestrebungen sind gleich!“

Mal wieder “Postideologie”? - dissonanz.wordpress.com

Der stellvertretende Bundesvorsitzender der Piraten­partei, Andreas Popp, hat der rechten Jungen Freiheit ein Interview gegeben und sich später dafür entschuldigt. Er habe nicht gewusst, um was für eine Zeitung es sich handle. Die Pressestelle der Partei gibt dazu Auskunft.

Unvoreingenommen auf die Dinge zugehen
- jungle World

Wesel (RP) Die Piraten-Partei in Wesel ist sauer. Kaum hatte sie am Ostermontag Plakate zur Landtagswahl geklebt, schon gab es erste Meldungen von Überklebungen. "Entlang der gesamten Weseler Fußgängerzone klebten Unbekannte ihre Plakate auf die Ständer der Piratenpartei. Offensichtlich handelt es sich bei den Tätern um Sympathisanten der linken Szene aus der Antifa-Bewegung. Die Art und Form der Plakate legt nahe, dass es sich hierbei nicht um die Aktion einer Partei handelt, sondern um sogenanntes Guerilla-Plakatieren", so gestern Parteisprecher Andreas Rohde.

Piraten-Plakate sabotiert – Wahlkämpfer sauer - PR-online

Die Bundesgeschäftsstelle der Piratenpartei wurde Opfer eine Vandalismus-Attacke. Auch die eine Webseite wurde defaced.

Offenbar gibt es jemanden, dem die Piratenpartei ein Dorn im Auge ist. Denn in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (23. zum 24.09.2009) gab es einen "Farbanschlag" auf die Bundesgeschäftsstelle der Partei. Die Wände wurden mit Parolen und Symbolen beschmiert. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung durch Graffiti.

Auch das Mitmach-Wiki der Partei, welches unter wiki.piratenpartei.de zu erreichen ist, wurde am Donnerstag Vormittag gehackt, beziehungsweise defaced. Dieses ist nicht die erste Aktion gegen die Piratenpartei. Aus der Pressemitteilung der Piratenpartei geht hervor, dass "Polizeiliche Ermittlungen eingeleitet wurden". Schon vor einigen Tage sind einige Wahlkampfportale der Piratenpartei Opfer von Denial-of-Service-Attacken geworden. Nicole Hornung, Mitglied im Vorstand der Piratenpartei und Leiterin der Bundesgeschäftsstelle, kommentierte die Vorfälle: "Wir stehen derzeit stark im Fokus der Medien. Dies ruft Kritiker und Neider auf den Plan. Dass dabei Auseinandersetzungen mit fragwürdigen Mitteln geführt werden, ist schade, denn wir suchen den sachlichen Diskurs." Pirat Aaron Koenig kommentierte weiter: "Gewalt, Sachbeschädigung und Beleidigungen haben in der politischen Kultur nichts zu suchen. Weder das Internet noch unsere Geschäftsstelle sind ein rechtsfreier Raum."

Piratenpartei: Anschlag auf Geschäftsstelle in Berlin
- gulli.com

Ich vertraue keinem Plakat und habe mich informiert, weiß daher also auch, dass die Piratenpartei – diese Prekariats-FDP für freiheitsliebende Sesselfurzer und Digitalbohèmians – eine semi-rechtsradikale Vereinigung von liberaldemokratischen Urheberrechts-Idealisten und Internet-Arschlöchern ist, die „weder rechts noch links“ (irgendein Piratendepp letztens im TV) – also: unpolitisch, populistisch, irrelevant und überhaupt ein verkokeltes Arschhaar am Zombie-Kadaver des Kapitalismus – sein möchte, und welche sich vor allem beim komplett hirnverkotzten Spiegel- und heise-online lesenden Filmdownloader- und Open-Posting-trainierten Netz-Gesindel derzeit großer Beliebtheit erfreut, sich allein schon deshalb jeglichen Hass von Seiten der kommunistischen Vernunft tüchtig verdient hat.

Parteien zur Bundestagswahl
- Lyzis Welt

Bevor er jedoch den Bürokaufmann nachholt, muß er unbedingt nochmal in die Piratenpartei. Da landen ja immer mehr Leute, die man anderswo nicht haben will. Die nehmen auch alles. Auch Kinderpornogucker ... kein Problem. Ist ja ein freies Land. Hauptsache: MACHT. Das würde dann ja passen.

Paßt ja auch zu dem Spruch: "Piraten sind nicht rechts, nicht links sondern VORNE". Am Fleischtopf. Egal wie.

Und die Piraten? Rufen ihn schon:

http://wiki.piratenpartei.de/Hauptseite

Oswald Metzger ... ein deutsches Schicksal muß in die Piratenpartei - Eifelphilosoph

Ein weiteres Objekt meiner Kritik ist die große Diskrepanz zwischen Selbstverständnis und Praxis. Wie schon viele Generationen vor ihr denkt auch diese Bewegung, die Politik völlig verändern zu können. Wie schon viele Bewegungen vor ihr wirft auch diese dem Establishment Verlogenheit, Rückständigkeit und Opportunismus vor. Dabei wird jedoch keine Analyse der Ursachen vorgenommen, sondern von einem individuellen Scheitern der Politiker ausgegangen – nicht das System führt zwangsläufig zu seinem Erhalt, sondern die Akteure. Im Umkehrschluss wird davon ausgegangen, dass die Piratenpartei, in ihrer Selbstwahrnehmung ehrlich, fortschrittlich, basisdemokratisch und sachorientiert, diese Probleme überwinden wird. Dieses Gefühl verbinden viele Mitglieder mit einem Rationalismus, also der Vorstellung, es könne „frei jeder Ideologien auf Fakten basierend das Optimum [bestimmt] und danach [gehandelt]“ (Diese Formulierung stammt aus dem Text „Wo steht die Piratenpartei?“, in dem ich einen Teil dieser Analyse bereits vorwegnahm und den vorliegenden indirekt ankündigte) werden. Es ist wohl unnötig zu betonen, dass ich diese Analyse des politischen Systems für naiv und die Selbstwahrnehmung für Überschätzung halte.

Die Piratenpartei: Kritik, Einblick, Ausblick - Adrian Lang

Tagesschau berichtet über die Piratenpartei direkt nach den Wahlen.

Heute morgen veröffentlichte die Tagesschau einen kritischen Artikel über die Piratenpartei mit dem Titel Reiche Beute, aber kein klarer Kurs und interviewte hierzu auch Markus Beckedahl von Netzpolitik.org .

Die Tagesschau vergleicht die Piratenpartei mit den Grünen bei ihrem ersten Antritt zur Bundestagswahlen und nimmt die beachtlichen Erfolge und mediale Aufmerksamkeit durchaus zur Kenntnis.

Sie kritisiert aber auch die steife, interne Kommunikation und wirft der Piratenpartei Heuchelei vor. Die Piratenpartei hätte sich Meinungsfreiheit auf die Fahnen geschrieben, der Vorstand hingegen würde mit rechtlichen Konsequenzen gegen die linke Wochenzeitung “Jungle World” drohen.

Piratenpartei in Kritik bei der Tagesschau - Sensei, live.piratenpartei.de

nach dem wahlerfolg der schwedischen piratenpartei und der sich in der brd formierenden piratenpartei, war ich erfreut über diese bereicherung der politischen spielbühne. die zentralen anliegen dieser partei konnte ich unterschreiben. ich liebäugelte sogar damit in die partei einzutreten. doch in der auseinandersetzung zur frage meines eintretens in die piratenpartei, stellte ich mir zu den piraten immer mehr fragen und meine ersten versuche diese zu beantworten verbieten mir inzwischen dieser partei eine stimme für die kommende bundestagwahl zu geben. einerseits stören mich offensichtliche leerstellen im programm der partei und andererseits empfinde ich den umgang mit genderthemen als inakzeptabel. hier meine vier wichtigsten punkte für die stimmenverweigerung..

warum ich keine piratenpartei wählen werde, aber im herzen ein_e pirat_in bin
- danilola

Die Welt der Piratenpartei ist das World Wide Web, und außerhalb davon gibt es nichts. Das Menschenbild der Piratenpartei spiegelt das Klischee vom einsamen Nerd, der die reale Welt nur durch das Internet gefiltert wahrnimmt und zunehmend dem Verfolgungswahn verfällt. Doch was ist, wenn die Kellerkinder von heute in vier Jahren Väter sind und sich nicht nur für kostenfreie Hotspots, sondern auch für kostenfreie Kindergartenplätze interessieren? Für einen langfristigen Erfolg muss die Piratenpartei sich eine Stammwählerschaft aufbauen und ihr Programm dem Wandel ihrer Wähler anpassen. Dadurch besteht zugleich die Gefahr, die Unterschiede zu den anderen Parteien zu verwischen.

Piratenpartei – Der Schuss ins eigene Knie - Maximilian Schmid

Wohin die Piraten politisch segeln, ist aber noch nicht klar. Das zeigt auch der Fall Bodo Thiesen: Die Piraten haben den Geschichtsrevisionisten auf ihrem Parteitag Anfang Juli zum stellvertretenden Parteirichter gewählt. Danach hagelte es Kritik von der Öffentlichkeit und der Bloggerszene. Das erinnert an die Grünen: Auch in ihr tummelten sich anfangs rechtskonservative Ökologen, einer von ihnen war der Mitgründer Herbert Gruhl, sein Slogan war übrigens: Weder links, noch rechts, sondern vorn! So ähnlich hält es auch der Piraten-Vorsitzende Jens Seipenbusch, der permanent betont, die Piraten seien weder links noch rechts. Auch dafür werden die Piraten immer wieder kritisiert. Zwar haben diese Kategorien stark an Bedeutung verloren. Nur: Wenn diese Kategorien angeblich keine Rolle mehr spielen, warum muss man dann immer betonen, wie unwichtig sie sind? Auch Johnny Häusler vom Blog "Spreeblick" stört das.

Was taugen die Freibeuter der Politik? - Christian Schiffer

Das Hauptargument der Piratenpartei lautet: Die etablierten Politiker
(=Internetausdrucker) haben keine Ahnung vom Internet; und dürfen
deshalb auch keine Entscheidungen Treffen. Dieses Argument ist
Altbekannt: schon damals als die ersten Computer in den Firmen
eingeführt wurden (ab 1970er) wurde mit dieser These jeglicher
Technikwiderstand im Keime erstickt. Jeder der nicht mit der
Massenautomatisierung einverstanden war wurde mit dem Hinweis: er
hätte keine Ahnung oder sei gar zu dumm mundtot gemacht. So als ob der
Technologie eine Ethik gleich miteingebaut wäre...
Technikkritik/-Hass ist jedoch eine ernste Angelegenheit. Dass
Programmierer und Technikfreunde diese nicht teilen entspricht der
Sache selbst. Wichtige Entscheidungen sollten niemals der puren Freude
am machbaren untergeordnet werden. Sondern moralisch/ethischen
Prinzipien. Ob diese einem christlichen oder sonstigen Hintergrund
entspringen sei zweitrangig, wichtig ist jedoch dass man Technik-
Befürwortern - wie es die Piratenpartei zweifelslos ist - nicht das
Feld überläßt. Ob eine Maschine sinnvoll ist oder lediglich als
Hackerspielzeug taugt kann man auch bewerten ohne zu wissen was ein
Compiler ist.
Bildung, speziell eine geisteswissenschaftliche, darf niemals von
Technokratie und Web 2.0 Junkies ersetzt werden. Der
Informationsgesellschaft fehlt es nicht an Technikfreaks sondern an
Gegnern/Nichtwissern.

Kritik an der Piratenpartei - Manuel Rodriguez

Denn in den meisten Punkten, die für mich wichtig sind, sagt die Piratenpartei exakt nichts. Es gibt ein Leben ausserhalb des Netzes. Dazu höre ich nicht nur wenig, im Programm steht dazu fast nichts – und ich glaube auch, dass die Piratenpartei es kaum schaffen würde, da eine gemeinsame Position zu erarbeiten. Ich würde keine Partei wählen wollen, bei der ich nicht bzw. kaum weiss, wie sie zu Fragen von Atomkraft, Bundeswehr, Hartz4, Arbeitsmarktpolitik, Frauenrechte, Familienpolitik, EU und so weiter und so fort steht. Ganz schön hohe Anforderungen für eine kleine Partei? Sorry, ja. Meine Ansprüche an Parteien generell sind hoch, immerhin regieren uns Parteien. Da ist keine Entschuldigung, dass man erst zwei Jahre alt ist. Die Ansprüche sind ein Grund, weshalb ich die Erklärung des Online-Beirats der SPD (ich bin übrigens kein Mitglied und war es auch nie) mitentworfen und unterzeichnet habe. Was jetzt nicht nur Freunde innerhalb der SPD gebracht hat.

ennomane.de: Die Piratenpartei vs. Sascha Lobo

Es gibt Streit innerhalb von Bewegungen, die sich dem Kampf für mehr Nutzungsfreiheiten rund um Computer und Internet verschrieben haben. So hat der Gründer der Free Software Foundation (FSF), Richard Stallman, in einem offenen Brief die Haltung der schwedischen Piratenpartei zum Urheberrecht bemängelt. Er begrüße zwar generell das Bestreben der "Piratpartiet", Restriktionen durch Copyright und Systeme zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM) einzuschränken, erklärt der Doyen der Freien-Software-Szene. Das konkrete Vorhaben der Piraten, das Copyright pauschal auf fünf Jahre zu begrenzen, sei aber in seiner jetzigen Fassung kontraproduktiv für die Verbreitung Freier Software.

Richard Stallman kritisiert Urheberrechtskurs der schwedischen Piratenpartei - heise.de

Doch die Debatte nahm noch eine weitere Wendung. Die Anhänger der Piraten schimpften auf die Kritiker und sprachen davon, diese wollten der jungen Partei nur aus Prinzip schaden. Johnny Haeusler von Spreeblick zeigte sich daraufhin nicht nur enttäuscht davon, dass die Piraten in manchen Punkten "kurslos scheinen", sondern auch davon, dass viele Piraten-Unterstützer Kritik nicht von Bashing unterscheiden könnten.

Haeusler dazu: "Die Piratenpartei ist neben einer anderen Partei, die ich gar nicht erwähnen mag, die einzige derzeit, bei der man nach Kritik mit Beleidigungen (Blogs, Twitter) und auch mal Böserem (Mail) rechnen darf. Das stelle ich leider wiederholt fest. Und sowas prägt das öffentliche Bild der Piratenpartei doch verstärkt mit. Wieder: Schade."

Fehlt der Piratenpartei die Offline-Kompetenz? - Golem.de

Man kann eigentlich nur hoffen, dass die Piratenpartei eine kleine 2%-Partei bleibt, gute Ansätze, teilweise richtige Forderungen hin und her. Um einen letzten User zu zitieren: Wenn jemand, der immer wieder in der Kritik steht, plötzlich über Nacht zum Betreiber des Forums mutiert und Superuserrechte kriegt, stinkt das, und zwar gewaltig. Und zwar nach Machtgier. Das ist gerade aktuell sehr hervorragend zu beobachten – das Forenteam schlachtet sich geraden öffentlich gegenseitig. Und bevor ich es vergesse – es wird alles ein Versehen gewesen sein, bald ist alles wieder beim Alten: Die Bundes-IT wird das Forum gleich wieder umziehen. Was vorgefallen ist wird geklärt und noch in einer Stellungnahme von der Bundes-IT bekannt gegeben. Woher kenne ich nur dies ganzen Machtspielchen, das gegenseitige Getrete und das Zurückrudern, wenn es Kritik gibt? Ach ja, aus der CDU, der SPD, der FDP, den Grünen und den Linken. Die Piratenpartei ist keine Web-2.0-Erscheinung und erst recht nicht die Vertretung der Netizens. Die Piraten sind eine stinknormale Partei.

Wie die Piratenpartei mit den Daten ihrer Forennutzer umgeht
- Chris auf F!XMBR

Vier alkoholisierte Punks haben heute (23.08.2009) gegen 16:50 Uhr den Info-Stand der Piratenpartei in Hannovers Innenstadt angegriffen.
Die Punks wurden handgreiflich.

Es wurde versucht den Stand bzw. Plakate anzuzünden.
Mehrere Plakate wurden entwendet und weggeschmissen.
Ein neuwertiger Standtisch wurde beschädigt.
Die Täter flohen in einen naheliegenden Imbiss, wo die Polizei einige/alle Täter fassen konnte.

Nur einige Minuten später, nachdem die Polizei fort war, gab es wieder eine kleine Pöbelei - diese verlief aber glimpflich.
Die Polizei musste insgesamt 3 mal angerufen werden.
Der gestrige Tag (Samstag) verlief ohne Zwischenfälle.

An diesem Wochenende gab es ein Harley-Davidson-Treffen in Hannover.

Mitteilung als "Plakat-Foul" im Piraten-wiki

(weitere folgen... Mit Sicherheit!)