szmmctag

  • Vollstreckung gegen Leutnant Dino

    Als knappe Gegendarstellung zu Dinos erneuter Fehleinschätzung der aktuellen Situation:

    Nicht ich vollstrecke gegen Dino, sondern die Rechtschutzversicherung ist da aktiv, um die Gerichtskosten wieder einzutreiben, weil er zur Übernahme per Urteil verpflichtet ist. Mich kostet das alles keinen Cent, aber ich bekomme auch nichts davon ab. Selbstverständlich nicht. Das Urteil setzt ein Ordnungsgeld (von dem ich nichts bekomme) oder 6 Monate Ordnungshaft an, sollte Dino erneut irgendein Bild oder Personendaten auf seinem Blog veröffentlichen. Bisher hält er sich artig an diese Auflage. Toll.

    Dino legt sich also gerade mit meiner Rechtschutzversicherung an und nicht mit mir. Alle Hinweise, auch die neuesten, habe ich weitergeleitet.

  • Vertrauliche Geburt: Machtmissbrauch der Gene!

    Im Mai kommenden Jahres soll in der BRD ein Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt in Kraft treten. Ziel des Gesetzes soll sein, das Anonymitätsinteresse der Schwangeren zu wahren, aber auch dem Kind Kenntnis zu ermöglichen, wer seine Mutter ist. Auskunft darüber, wer der Vater ist, garantiert das Gesetz nicht. Kaum beachtet von der Öffentlichkeit, passierte das Gesetz am 7. Juni den Bundestag, der Bundesrat hat gestern zugestimmt.

    Laut Gesetzentwurf entbindet die Schwangere bei einer vertraulichen Geburt unter einem Pseudonym. Sie sucht ebenfalls einen oder mehrere weibliche oder männliche Vornamen für das Neugeborene aus. Es wird in einer Beratungsstelle ein sogenannter Herkunftsnachweis für das Kind erstellt, der den Vornamen und den Familiennamen der Schwangeren, ihr Geburtsdatum und ihre Anschrift enthält. Die zuvor überprüften Angaben werden in einem verschlossenen Umschlag aufbewahrt, dieser mit dem Pseudonym der Mutter beschriftet. Auf diesem Umschlag sind ebenfalls der Geburtsort und das Geburtsdatum des Kindes, der Name und Ort der Entbindungseinrichtung und die Anschrift der Beratungsstelle vermerkt.

    Die jeweilige Beratungsstelle meldet die Schwangere unter deren Pseudonym in einer Geburtshilfe-Einrichtung ihrer Wahl zur Entbindung an. Die Angaben werden dem Jugendamt gemeldet. Ist das Kind geboren, teilt die Klinik dies der Beratungsstelle mit. Das Standesamt gibt den beurkundeten Namen des Kindes zusammen mit dem Pseudonym der Mutter an. Auch die Kontaktaufnahme der Mutter zum Kind erfolgt über die Beratungsstelle. Bei Weitervermittlung des Kindes wird an die Adoptionsvermittlungsstelle weitergeleitet oder an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Dort wird der verschlossene Umschlag verwahrt und der Name des Kindes ergänzt. Sämtliche Kosten für medizinische Versorgung und Bürokratie übernimmt der Bund. Das Gesetz sieht außerdem die Einrichtung eines bundesweiten Notrufs vor, der rund um die Uhr eine geeignete Beratungsstelle vermittelt.

    Nach dem neuen § 31 des Schwangerschaftskonfliktgesetz es hat das vertraulich geborene Kind mit Vollendung des 16. Lebensjahres das Recht auf Einsicht in den Herkunftsnachweis. Datensicherung und Einsichtsrecht kennzeichnen den Unterschied der vertraulichen zur anonymen Geburt. Bei einer anonymen Geburt werden keine Daten der Schwangeren erhoben oder aufbewahrt. Eine entsprechende Regelung in Frankreich sieht vor, dass die Schwangere ihren Ausweis in einem verschlossenen Umschlag zur Verwahrung dem Klinikpersonal übergibt. Lediglich im Todesfall wird der Umschlag zur Identitätsfeststellung geöffnet, ansonsten erhält die Frau ihn ungeöffnet zurück. Nach französischem Zivilrecht haben Frauen das Recht auf Wahrung ihrer Anonymität. Der Staat kommt für die Kosten der Entbindung auf. Anonyme Geburten sind in Frankreich seit 1793 gesetzlich geregelt.

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg bestätigte in einem Urteil vom 13. Februar 2003 das Recht auf eine anonyme Geburt. Anonym geborene Kinder haben demnach auch in Zukunft keinen Anspruch darauf, die Identität ihrer Eltern zu erfahren. Nach Auffassung des Gerichtshofs enthält der in Artikel 8 der Menschenrechtskonvention behandelte Schutz der Familie und der persönlichen Identität im vorliegenden Fall schwer miteinander vereinbare Rechte: Das Recht der anonym Geborenen auf Information über ihre Herkunft und das der Mutter sowie der Adoptiveltern auf Schutz des Privatlebens. Jeder Staat müsse den Entscheidungsspielraum haben, wie er diese Rechte per Gesetz sichere. Nach Rechtsauffassung in Österreich sind anonyme Geburten eine der notwendigen Maßnahmen, um Artikel 6 der Kinderrechtskonvention umzusetzen. Dort heißt es, "jedes Kind hat ein Recht zu leben, ferner ist jeder Staat verpflichtet, alles in seiner Macht stehende zu tun, um das Überleben und die Entwicklung jedes Kindes zu ermöglichen." Im Artikel 7 werden Ausnahmesituationen eingeräumt, in welcher Frauen nicht in der Lage sind, ihr Kind anzunehmen.

    Im deutschen Gesetzentwurf heißt es, es werde auf eine sensible Abwägung der Rechtsgüter geachtet, um den Interessen von leiblicher Mutter, Kind, leiblichem Vater und bei einer Adoption auch der Annehmenden Rechnung zu tragen. Die Daten des leiblichen Vaters werden aber weder erhoben, noch aufbewahrt. Einen Anspruch auf Auskunft über seinen Vater hat das Kind gegenüber der Mutter. Das Gesetz geht davon aus, dass eine Schwangere die vertrauliche Geburt nur dann in Anspruch nimmt, wenn und solange sie davon ausgeht, dass ihre Schwangerschaft anderen Personen nicht bekannt ist.

    Nach konservativem Familienverständnis wird der Kenntnis der eigenen Abstammung ein erheblicher Einfluss auf die gesunde Identitätsentwicklung eingeräumt. Der Frage zur Bedeutung der Kenntnis der biologischen Abstammung geht ein umstrittenes Identitätskonzept voran. Postmoderne Identitätstheorien vertreten den Ansatz, dass Menschen ihre Identität über Wertorientierungen und willentliche Bindungen definieren. So behauptet die Soziologin Yvonne Schütze in ihrem Aufsatz über die "Ideologisierung der biologischen Elternschaft", dass weder die genetische Herkunft noch die Kenntnis darüber Voraussetzung für die Identitätsentwicklung sind. Identität bilde sich folglich nicht ausschließlich über das Subjekt selbst, sondern nur im ständigen Wechselspiel mit der Umwelt.

    Die französische Kinderpsychiaterin und Psychoanalytikerin Dr. Catherine Bonnet versteht die bewusste Entscheidung einiger Frauen, dem Kind lediglich das Leben zu geben und es einer Adoptivfamilie anzuvertrauen, als einzigartigen Akt der Liebe. Sie appelliert in ihren Ausführungen unter dem Titel "Die Unmöglichkeit der Mutterrolle und anonyme Geburt", aus dem Jahr 1999 :"Unsere Gesellschaft muss die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass es auch heute noch Frauen gibt, welche ihr Kind bei der Geburt nicht annehmen und lieben können. Und die anonyme Geburt ist ihre Art die Sorge und Liebe auszudrücken." Der Grund, warum manche Frauen in dieser Situation die Anonymität wählen, könne auch darin gesehen werden, dem Kind mögliche Leiden zu ersparen, falls es plötzlich mit der Realität konfrontiert würde. In der Fixierung auf die leibliche Abstammung als Basis der Elternliebe erkennt sie eine Geringschätzung der Adoptiveltern und beklagt einen "Machtmissbrauch der Gene".

    Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) nannte die Verabschiedung des Gesetzes in einer Pressemitteilung vom 7. Juni ein „Zeichen der Geschlossenheit für die Schutzbedürftigen in unserem Land“. Die vertrauliche Geburt soll eine Alternative zur umstrittenen Babyklappe bieten. Kinder, die dort abgelegt werden, haben nämlich keinerlei Chance, später etwas über ihre Herkunft zu erfahren. Babyklappen bleiben dennoch erlaubt. Nach Schröders Verständnis helfe das Gesetz, die Aussetzung von Neugeborenen oder deren Tötung zu verhindern. Auch diese Annahme ist nicht unumstritten. Laut einer Studie der Uni Bonn aus dem Jahr 2011 zum Thema "Die Tötung von Kindern durch die eigenen Eltern" folgen entsprechende Taten einer bestimmten Psychodynamik und einem komplexen Zusammenspiel aus Umweltfaktoren. In diesem Ausnahmezustand werden Beratungsangebote weder gesucht noch angenommen.

    Eindeutig ist jedoch die politische Wirkung: Mit dem Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung, wird argumentiert, um "Herkunftsnachweise" zu sichern. Dass dieses Gesetz dazu führen wird, dass Schwangere, die keine Mutter werden wollen, freiwillig ihre - und nur ihre- Daten preis geben, um dann ihre Identität feststellen zu lassen und sich dem Kind Jahre später als bislang verschollener Erbgutcontainer unter vorgehaltenem Zeigefinger zu ihrer Entscheidung befragt zu werden, darf bezweifelt werden. Eine historische Kontiniutät, die ein Recht auf Anonymität, wie auch eine Abwägung widerstreitender Interessen zu Gunsten der entmündigten Frauen ausschließen, und die Ignoranz der deutschen Linken gegen diese äußerst bedenklichen Entwicklungen, skizzieren den deutschen "Sonderweg" in der europäischen Staatengemeinschaft recht genau. Der Umstand, dass es in Nachbarländern anders geregelt wird, Menschen- und Kinderrechte anders interpretiert werden, ist auch kaum Teil der Diskussion. Die Freude darüber, dass auch ungewollte Kinder nun erfahren können, welcher Frau sie Vorwürfe machen dürfen, überwiegt eindeutig. Vorausetzung dabei ist aber, dass schwangere Frauen so naiv und bürokratiegeil sind, ihre Daten zur späteren Weitergabe sicher zu lassen, weil sie so wild darauf sind, Kinder, die sich nicht wollen, später kennen zu lernen.

    Quellen
    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2013/03/2013-03-13-vertrauliche-geburt.html
    http://www.dw.de/vertrauliche-geburt-f%C3%BCr-schwangere-in-notlagen/a-16867586
    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54713/Alternative-zur-Babyklappe-Gruenes-Licht-fuer-vertrauliche-Geburt
    http://www.t-online.de/eltern/schwangerschaft/id_63760196/bundestag-beschliesst-gesetz-zu-vertraulichen-geburten.html
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/128/1712814.pdf
    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/130/1713062.pdf
    http://anonymegeburt.at/Bonnet2.html
    http://de.wikipedia.org/wiki/Anonyme_Geburt#Das_Recht_auf_Anonymit.C3.A4t
    http://de.wikipedia.org/wiki/Anonyme_Geburt#Rechtslage_in_Europa
    http://de.wikipedia.org/wiki/Anonyme_Geburt#Identit.C3.A4tstheorie_vs._biologische_Abstammung
    http://www.bundesrat.de/DE/presse/pm/2013/098-2013.html
    http://www.moz.de/nachrichten/deutschland/artikel-ansicht/dg/0/1/1171146/

  • Maskuline Muskelspiele

    SWR2 Feature | das ARD radiofeature
    Maskuline Muskelspiele
    Über die Gefahren des Antifeminismus für die Demokratie
    Sendung am Mittwoch, 22.5. | 22.03 Uhr | SWR2
    Von Ralf Homann

    Nach den Attentaten in Oslo und auf der Insel Utøya im Sommer 2011 verfolgt die norwegische Polizei eine Spur im Internet: Sie führt von Anders Breivik zu dem antifeministischen Blogger "Fjordman", der auch in Deutschland Follower hat. Sie nennen sich Maskulisten und haben sich inzwischen über die Bewertung von Breiviks Terroranschlägen zerstritten. Dennoch gewinnen sie an Einfluss. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder fordert eine eigene Männerpolitik; Lifestyle-Magazine und öffentliche Tagungen interessieren sich für eine vermeintliche feministische Verschwörung. Welche Gefahren erwachsen aus den virtuellen Attacken der Maskulisten für die reale Sicherheit in Deutschland?
    (Produktion: BR 2013)

    Quelle: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/-/id=659934/nid=659934/did=11250430/ch4xm5/index.html

  • Die verstaatlichte Frau

    Seit dem 19.05.2013 sind ledige Väter beim Sorgerecht nicht mehr von der Zustimmung der Mutter abhängig. Das ist gut und richtig. Falsch ist, dass die Debatte zum Gesetz darum kreist, ob auch ledigen Vätern nicht automatisch das Sorgerecht zufallen soll. Das wird als Fortschritt gepriesen, als Forderung formuliert. Dass ledigen Vätern das Sorgerecht zustehen sollte, insofern sie das wollen, steht beim Widerstreit der Konservativen um den lukrativsten Zwang außer Frage. Nur hat das nichts mit den Rechten der Kinder zu tun, denn die können einen unwilligen Vater noch immer nicht in den Umgang zwingen. Und das ist gut so. Ob eine Frau Mutter sein will, wird aber nicht erst erfragt, geschweige deren Einwilligung verlangt. Mutter eines Kindes ist die Frau,die es geboren hat (§ 1591 BGB). Auch wenn sie dessen Leihmutter ist, also nicht genetisch mit dem Kind verwandt. Die Frage, ob ein automatisches Sorgerecht für Väter erstrebenswert ist, beantwortet sich da von allein: Natürlich ist es das. Jedenfalls nach übereinstimmender Meinung angeblich miteinander streitender Fraktionen, denn bei Frauen ist es ja auch so und die haben es doch gut - in Deutschland. Selbstbestimmung ist was für Weicheier und andere Franzosen und Französinnen.

    Die Idee, dass Männer und Frauen, die ein Kind gezeugt oder geboren haben, nicht dessen Vater oder Mutter sein wollen, ist nur in Bezug auf Männer denkbar, denn die bekommen (mehr und mehr) Rechte, während an den Verpflichtungen der Frauen nicht gerüttelt werden darf.

    Dabei ist es alles so einfach: Warum können nicht alle Elternteile, die Mutter- oder Vaterschaft in einem einfachen Verwaltungsakt anerkennen* und übernehmen damit die Verantwortung für das Kind?

    Wo führt uns das alles noch hin? In die staatliche Leibeigenschaft als Privileg - die Parteien noch unterstützen, insofern die Männer es nur freiwillig wollen?

    *Entsprechend § 1592 Pkt. 2 BGB; gilt heute nur für ledige Väter und in Bezug auf die Vaterschaft aber ist auch Grundlage für das Sorgerecht

  • Meine Erkenntnisse zur Arbeit in wikipedia

    1. Es wäre deutlich einfacher, wenn auch wirklich alle Autor_innen die Regeln beherrschten und auch konsequent anwenden.

    2. Da wikipedia nicht im luftleeren Raum existiert, entstehen dort ähnliche Konflikte wie an jedem anderen Stammtisch auch.

    3. Perspektiven, die vom Tradierten abweichen haben es besonders schwer und zwar auch dann, wenn sie belegt sind.

    4. Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, .....Vorsicht!

    5. Die Hürden zum Mitmachen sind extrem: Wer nicht nach 2 Tagen die Lust verliert, ist echt ein harter Knochen oder ein Mensch mit einer Mission. ;-)

    6. Die Admins sind an Regeln gebunden und kennen und befolgen sie auch. Allerdings werden Diskussionen mit anderen kleinen wikipedianern geführt, die sich aber auf jeden Tag mehr Anwesenheit mächtig was einbilden.

    7. Menschen mit viel viel zeit haben immer einen strategischen Vorteil ggü. jenen, die wikipedia als Hobby betreiben.

    8. Die Versachlichung von Artikeln ist theoretisch gewollt, aber praktisch ein Nerven zerrendes Unterfangen.

    9. Als Frau in der wikipedia hast du es nur einigermaßen leicht, wenn dein Weltbild dem Mainstream kompatibel ist.

    10. Feministinnen werden gehasst wie die Pest. Nicht von den Admins, aber vom Fußvolk und mit denen diskutiert Frau dann.

  • Wikipedia:Konflikte/Schnee_von_Gestern

    Liebe Leserinnen, lieber Leser,

    nun bin ich bei wikipedia entsperrt und etwas verwirrt. Ein paar Tage länger hätten wir schon diskutieren können. Allerdings wurde mir eine Schonfrist von einer Woche zugestanden, was eine sehr noble Geste ist. Natürlich werde ich diese eine Woche hochmotiviert nutzen, um die Welt ein bisschen hübscher zu machen (und wikipedia ein wenig feministischer). Wie auch immer das später aussieht, bis zum 29.04.2013, 20 Uhr, habe ich Zeit.

    :-)

    Bis denne!

  • Isi im Sockenpuppenland

    Wohl aus Langeweile, auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern und dem Anspruch huldigend, die Welt ein bisschen schöner zu machen, wollte ich wikipedia beitreten und mich enzyklopädisch mitarbeitend betätigen. Nun hat wikipedia was den Umgang mit mitarbeitenden Frauen angeht, keinen guten Ruf. Dennoch: Wie soll es besser werden, wenn Frauen es nicht erst versuchen? Ich startete die Kampagne: Wikipedia muss feministischer werden!

    (Erste Mitarbeiterin: Ich!)

    Meinen ersten Beitrag (17:09 Uhr) (unter diesem Account!) setzte ich in einem so genannten "Honeypot" ab und fragte:

    "Für einen Neuling wie mich ist vorallem interessant, ob ich mich zur Durchsetzung meiner Interessen a) auf die gleichen Rechte wie Benutzer:Freud und Benutzer:Roxedl (und die Untätigkeit des Admins) verlassen kann und b) welche Argumente benötigt werden, um eine Mobbing-Kampagne gegen eine Wikipedianerin nachzuweisen!"

    Nicht, um aufzufallen, sondern um die Frage zu klären, die mich bis jetzt beschäftigt: Wie kann ich mich gegen die Willkür der Admins wehren? Um 17:13 Uhr, also 4 Minuten später, wußte ich bereits, dass es sehr sehr schwer werden wird: XenonX3 sperrte den Account. Begründung: Sockenpuppe. Eine Nachfrage auf seiner Diskussionsseite bestätigte meine Vermutung: Einen Sperrprüfungsantrag könne ich mir sparen, so Admin XenonX3, denn "offensichtliche Socken" würden nicht entsperrt.

    Natürlich erspare ich niemandem einen Sperrprüfungsantrag nur weil er das so wünscht und stellte einen solchen, um 18:29 Uhr.

    Die Antworten hierauf kamen schnell aber auch recht arrogant daher:
    JD:

    "vermutlich wäre es hilfreich gewesen, als einstiegsedit nicht gerade einen solchen vorzunehmen. das wäre so mein tipp, du arme(r?). better luck next time"

    TotalUseless:

    "Der an Theobald Tiger angelehnte Benutzername ist ein zusätliches Indiz, das zur infiniten Sperrung führte."

    Wdd:

    "Mit nur einem Edit als "Neuling" direkt in einem Honey pot zu landen ist absolut unglaubwürdig. Der/die Benutzer/in ist ganz sicher kein Neuling und eine sehr offensichtliche Sockenpuppe. Bleibt gesperrt."

    Aber sonst geht es gut, liebe wikipedianer?

    Zu wundern braucht ihr euch nicht, warum Frauen weglaufen, die sehr gern mitarbeiten möchten und warum jene es dann doch recht schnell leid sind, als Sockenpuppen diskreditiert zu werden. Es ist für mich von erheblicher Bedeutung, ob ich als Feministin in wikipedia eine faire Chance auf Mitarbeit habe, ohne dabei Anfeindungen ausgesetzt zu sein. Dazu möchte ich gern die Möglichkeiten des Missbrauchs von Regeln durch Admins kennen. Darauf zielte meine Frage ab. Ich kann mit beiden Extremen umgehen: Freiheit der Nutzer_innen und Willkür der Admins. Nur möchte ich es eben gern vorher wissen, bevor ich mich auf ein solches Abenteuer einlasse. Bei wikipedia kam das Experiment nicht zum Laufen, denn bereits die erste Frage führte zum Ausschluss. Und das ruckfix. Merkwürdigerweise dies sogar innerhalb eines Diskussionsstrangs, in dem es darum ging, dass die Beschwerde einer Userin 12 Stunden lang unbearbeitet herumlag.

    Hier zur Klarstellung und in aller Deutlichkeit:
    Thea Tiger ist keine "Sockenpupppe".

  • 12.01.2013: Magdeburg Nazifrei!

  • Spottpreis

    Das Leben einer Feministin ist hart. Männer fassen sie nicht mit ´ner Kneifzange an, die Gedanken sind trüb und schwer, der Körper dahin. Alles Scheiße und der Feminismus hilft auch nicht weiter, bei der Suche nach dem Glück. Aus purer Not bleibt nur Bildung als Hobby. Auf der Suche nach neuem Stoff schlendere ich also durch thalia und verkrieche mich in der Leseecke. Kurz noch ein Blick auf den Ramschstand, vielleicht ist ein geiler Lesbenporno dabei. Oder wenigstens irgendein Männerhassbuch. Doch da, unter all dem Mist, finde ich etwas, das mich dann doch zum Grinsen bringt:

    Das Männerbeben zum Spottpreis, statt 26,90 € nur noch 12,95 €. Geil.

    Hihihi

  • Frauen und Kinder zuletzt!

    Und wieder wurde ein Mythos der Maskulisten geknackt. Eine zentrale Agumentation der Szene beruft sich auf den Spruch "Frauen und Kinder zuerst", wonach die Überlebenschancen von Männern deutlich unter denen von Frauen und Kindern liegen würden und woraus eine Abwertung von Männern geschlußfolgert wird. Wie nun eine Untersuchung bei insgesamt 18 untergegangenen Schiffen zeigt, geht es in den meisten Fällen an Bord jedoch deutlich weniger ritterlich zu - selbst Crewmitglieder denken zuerst an sich.

    Mikael Elinder und Oscar Erixson von der Universität Uppsala werteten Daten von insgesamt 18 Schiffsunglücken aus, an denen mehr als 15000 Menschen aus 30 Nationen beteiligt waren. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen haben bei maritimen Katastrophen nicht bessere, sondern schlechtere Überlebenschancen als Männer. Nur von der "Titanic" und bei einem weiteren Untergang wurden anteilig mehr Frauen gerettet als Männer, bei elf Katastrophen war es genau anders herum.

    Quelle: Magdeburger Volksstimme

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