szmmctag

  • Maskuline Muskelspiele

    SWR2 Feature | das ARD radiofeature
    Maskuline Muskelspiele
    Über die Gefahren des Antifeminismus für die Demokratie
    Sendung am Mittwoch, 22.5. | 22.03 Uhr | SWR2
    Von Ralf Homann

    Nach den Attentaten in Oslo und auf der Insel Utøya im Sommer 2011 verfolgt die norwegische Polizei eine Spur im Internet: Sie führt von Anders Breivik zu dem antifeministischen Blogger "Fjordman", der auch in Deutschland Follower hat. Sie nennen sich Maskulisten und haben sich inzwischen über die Bewertung von Breiviks Terroranschlägen zerstritten. Dennoch gewinnen sie an Einfluss. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder fordert eine eigene Männerpolitik; Lifestyle-Magazine und öffentliche Tagungen interessieren sich für eine vermeintliche feministische Verschwörung. Welche Gefahren erwachsen aus den virtuellen Attacken der Maskulisten für die reale Sicherheit in Deutschland?
    (Produktion: BR 2013)

    Quelle: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/-/id=659934/nid=659934/did=11250430/ch4xm5/index.html

  • Die verstaatlichte Frau

    Seit dem 19.05.2013 sind ledige Väter beim Sorgerecht nicht mehr von der Zustimmung der Mutter abhängig. Das ist gut und richtig. Falsch ist, dass die Debatte zum Gesetz darum kreist, ob auch ledigen Vätern nicht automatisch das Sorgerecht zufallen soll. Das wird als Fortschritt gepriesen, als Forderung formuliert. Dass ledigen Vätern das Sorgerecht zustehen sollte, insofern sie das wollen, steht beim Widerstreit der Konservativen um den lukrativsten Zwang außer Frage. Nur hat das nichts mit den Rechten der Kinder zu tun, denn die können einen unwilligen Vater noch immer nicht in den Umgang zwingen. Und das ist gut so. Ob eine Frau Mutter sein will, wird aber nicht erst erfragt, geschweige deren Einwilligung verlangt. Mutter eines Kindes ist die Frau,die es geboren hat (§ 1591 BGB). Auch wenn sie dessen Leihmutter ist, also nicht genetisch mit dem Kind verwandt. Die Frage, ob ein automatisches Sorgerecht für Väter erstrebenswert ist, beantwortet sich da von allein: Natürlich ist es das. Jedenfalls nach übereinstimmender Meinung angeblich miteinander streitender Fraktionen, denn bei Frauen ist es ja auch so und die haben es doch gut - in Deutschland. Selbstbestimmung ist was für Weicheier und andere Franzosen und Französinnen.

    Die Idee, dass Männer und Frauen, die ein Kind gezeugt oder geboren haben, nicht dessen Vater oder Mutter sein wollen, ist nur in Bezug auf Männer denkbar, denn die bekommen (mehr und mehr) Rechte, während an den Verpflichtungen der Frauen nicht gerüttelt werden darf.

    Dabei ist es alles so einfach: Warum können nicht alle Elternteile, die Mutter- oder Vaterschaft in einem einfachen Verwaltungsakt anerkennen* und übernehmen damit die Verantwortung für das Kind?

    Wo führt uns das alles noch hin? In die staatliche Leibeigenschaft als Privileg - die Parteien noch unterstützen, insofern die Männer es nur freiwillig wollen?

    *Entsprechend § 1592 Pkt. 2 BGB; gilt heute nur für ledige Väter und in Bezug auf die Vaterschaft aber ist auch Grundlage für das Sorgerecht

  • Meine Erkenntnisse zur Arbeit in wikipedia

    1. Es wäre deutlich einfacher, wenn auch wirklich alle Autor_innen die Regeln beherrschten und auch konsequent anwenden.

    2. Da wikipedia nicht im luftleeren Raum existiert, entstehen dort ähnliche Konflikte wie an jedem anderen Stammtisch auch.

    3. Perspektiven, die vom Tradierten abweichen haben es besonders schwer und zwar auch dann, wenn sie belegt sind.

    4. Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, Nebenkriegsschauplätze, .....Vorsicht!

    5. Die Hürden zum Mitmachen sind extrem: Wer nicht nach 2 Tagen die Lust verliert, ist echt ein harter Knochen oder ein Mensch mit einer Mission. ;-)

    6. Die Admins sind an Regeln gebunden und kennen und befolgen sie auch. Allerdings werden Diskussionen mit anderen kleinen wikipedianern geführt, die sich aber auf jeden Tag mehr Anwesenheit mächtig was einbilden.

    7. Menschen mit viel viel zeit haben immer einen strategischen Vorteil ggü. jenen, die wikipedia als Hobby betreiben.

    8. Die Versachlichung von Artikeln ist theoretisch gewollt, aber praktisch ein Nerven zerrendes Unterfangen.

    9. Als Frau in der wikipedia hast du es nur einigermaßen leicht, wenn dein Weltbild dem Mainstream kompatibel ist.

    10. Feministinnen werden gehasst wie die Pest. Nicht von den Admins, aber vom Fußvolk und mit denen diskutiert Frau dann.

  • Wikipedia:Konflikte/Schnee_von_Gestern

    Liebe Leserinnen, lieber Leser,

    nun bin ich bei wikipedia entsperrt und etwas verwirrt. Ein paar Tage länger hätten wir schon diskutieren können. Allerdings wurde mir eine Schonfrist von einer Woche zugestanden, was eine sehr noble Geste ist. Natürlich werde ich diese eine Woche hochmotiviert nutzen, um die Welt ein bisschen hübscher zu machen (und wikipedia ein wenig feministischer). Wie auch immer das später aussieht, bis zum 29.04.2013, 20 Uhr, habe ich Zeit.

    :-)

    Bis denne!

  • Isi im Sockenpuppenland

    Wohl aus Langeweile, auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern und dem Anspruch huldigend, die Welt ein bisschen schöner zu machen, wollte ich wikipedia beitreten und mich enzyklopädisch mitarbeitend betätigen. Nun hat wikipedia was den Umgang mit mitarbeitenden Frauen angeht, keinen guten Ruf. Dennoch: Wie soll es besser werden, wenn Frauen es nicht erst versuchen? Ich startete die Kampagne: Wikipedia muss feministischer werden!

    (Erste Mitarbeiterin: Ich!)

    Meinen ersten Beitrag (17:09 Uhr) (unter diesem Account!) setzte ich in einem so genannten "Honeypot" ab und fragte:

    "Für einen Neuling wie mich ist vorallem interessant, ob ich mich zur Durchsetzung meiner Interessen a) auf die gleichen Rechte wie Benutzer:Freud und Benutzer:Roxedl (und die Untätigkeit des Admins) verlassen kann und b) welche Argumente benötigt werden, um eine Mobbing-Kampagne gegen eine Wikipedianerin nachzuweisen!"

    Nicht, um aufzufallen, sondern um die Frage zu klären, die mich bis jetzt beschäftigt: Wie kann ich mich gegen die Willkür der Admins wehren? Um 17:13 Uhr, also 4 Minuten später, wußte ich bereits, dass es sehr sehr schwer werden wird: XenonX3 sperrte den Account. Begründung: Sockenpuppe. Eine Nachfrage auf seiner Diskussionsseite bestätigte meine Vermutung: Einen Sperrprüfungsantrag könne ich mir sparen, so Admin XenonX3, denn "offensichtliche Socken" würden nicht entsperrt.

    Natürlich erspare ich niemandem einen Sperrprüfungsantrag nur weil er das so wünscht und stellte einen solchen, um 18:29 Uhr.

    Die Antworten hierauf kamen schnell aber auch recht arrogant daher:
    JD:

    "vermutlich wäre es hilfreich gewesen, als einstiegsedit nicht gerade einen solchen vorzunehmen. das wäre so mein tipp, du arme(r?). better luck next time"

    TotalUseless:

    "Der an Theobald Tiger angelehnte Benutzername ist ein zusätliches Indiz, das zur infiniten Sperrung führte."

    Wdd:

    "Mit nur einem Edit als "Neuling" direkt in einem Honey pot zu landen ist absolut unglaubwürdig. Der/die Benutzer/in ist ganz sicher kein Neuling und eine sehr offensichtliche Sockenpuppe. Bleibt gesperrt."

    Aber sonst geht es gut, liebe wikipedianer?

    Zu wundern braucht ihr euch nicht, warum Frauen weglaufen, die sehr gern mitarbeiten möchten und warum jene es dann doch recht schnell leid sind, als Sockenpuppen diskreditiert zu werden. Es ist für mich von erheblicher Bedeutung, ob ich als Feministin in wikipedia eine faire Chance auf Mitarbeit habe, ohne dabei Anfeindungen ausgesetzt zu sein. Dazu möchte ich gern die Möglichkeiten des Missbrauchs von Regeln durch Admins kennen. Darauf zielte meine Frage ab. Ich kann mit beiden Extremen umgehen: Freiheit der Nutzer_innen und Willkür der Admins. Nur möchte ich es eben gern vorher wissen, bevor ich mich auf ein solches Abenteuer einlasse. Bei wikipedia kam das Experiment nicht zum Laufen, denn bereits die erste Frage führte zum Ausschluss. Und das ruckfix. Merkwürdigerweise dies sogar innerhalb eines Diskussionsstrangs, in dem es darum ging, dass die Beschwerde einer Userin 12 Stunden lang unbearbeitet herumlag.

    Hier zur Klarstellung und in aller Deutlichkeit:
    Thea Tiger ist keine "Sockenpupppe".

  • 12.01.2013: Magdeburg Nazifrei!

  • Spottpreis

    Das Leben einer Feministin ist hart. Männer fassen sie nicht mit ´ner Kneifzange an, die Gedanken sind trüb und schwer, der Körper dahin. Alles Scheiße und der Feminismus hilft auch nicht weiter, bei der Suche nach dem Glück. Aus purer Not bleibt nur Bildung als Hobby. Auf der Suche nach neuem Stoff schlendere ich also durch thalia und verkrieche mich in der Leseecke. Kurz noch ein Blick auf den Ramschstand, vielleicht ist ein geiler Lesbenporno dabei. Oder wenigstens irgendein Männerhassbuch. Doch da, unter all dem Mist, finde ich etwas, das mich dann doch zum Grinsen bringt:

    Das Männerbeben zum Spottpreis, statt 26,90 € nur noch 12,95 €. Geil.

    Hihihi

  • Frauen und Kinder zuletzt!

    Und wieder wurde ein Mythos der Maskulisten geknackt. Eine zentrale Agumentation der Szene beruft sich auf den Spruch "Frauen und Kinder zuerst", wonach die Überlebenschancen von Männern deutlich unter denen von Frauen und Kindern liegen würden und woraus eine Abwertung von Männern geschlußfolgert wird. Wie nun eine Untersuchung bei insgesamt 18 untergegangenen Schiffen zeigt, geht es in den meisten Fällen an Bord jedoch deutlich weniger ritterlich zu - selbst Crewmitglieder denken zuerst an sich.

    Mikael Elinder und Oscar Erixson von der Universität Uppsala werteten Daten von insgesamt 18 Schiffsunglücken aus, an denen mehr als 15000 Menschen aus 30 Nationen beteiligt waren. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen haben bei maritimen Katastrophen nicht bessere, sondern schlechtere Überlebenschancen als Männer. Nur von der "Titanic" und bei einem weiteren Untergang wurden anteilig mehr Frauen gerettet als Männer, bei elf Katastrophen war es genau anders herum.

    Quelle: Magdeburger Volksstimme

  • Neuerscheinung: Die Maskulisten!

    Andreas Kemper (Hg.)
    Die Maskulisten
    Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum

    ISBN: 978-3-89771-523-3
    Ausstattung: br., 188 Seiten
    Preis: 14.00 Euro
    Erscheinungsjahr: 2012

    Zur Bestellung beim Unrast-Verlag.

    ›Maskulismus‹ ist die Selbstbezeichnung des modernisierten Antifeminismus.
    Der vorliegende Sammelband vereint aktuelle Forschungsergebnisse mit Erfahrungsberichten zum Maskulismus im deutschsprachigen Raum.

    Im ersten Kapitel wird die Entwicklung des Maskulismus skizziert. Thomas Gesterkamp berichtet über die sich bereits in den 1990er Jahren etablierende Vaterrechtsbewegung. Jörg Rupp skizziert die Entwicklung der Männerrechtsbewegung von den Anfängen im Usenet und deren Ausbreitung im Web 2.0. Die interne Debatte über den antifeministischen Oslo-Attentäter Breivik und die vermeintliche Spaltung der Männerrechtsbewegung untersucht Andreas Kemper.
    Auf der Grundlage von drei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten kann erstmals die Männerrechtsbewegung umfassender analysiert werden.
    Isolde Aigner befasst sich mit antifeministischen Denkmustern im medialen Diskurs. Hinrich Rosenbrock stellt die Hauptideologien der Männerrechtsbewegung, nämlich Antifeminismus und männliche Opferideologie vor. Darauf geht auch Robert Claus in seiner Analyse von „AGENS“ und „MANNdat“ ein.
    In einem weiteren Teil berichten FeministInnen von ihren Erfahrungen mit Maskulisten und deren Strategie „hate speech“. Ines Fritz berichtet über ihre Erfahrungen mit antifeministischen Bloggern - Ähnliches hat auch Gudrun Debus in der Piratenpartei mit der maskulistischen Männer-AG erlebt. Einen neuen Umgang mit der Strategie „hate speech“ versucht eine Gruppe, die das Projekt „hatr.org“ gestartet hat.
    Kontrastiert man den Maskulismus mit den Geschlechterkonzeptionen von Rechtsextremisten, so werden die Ähnlichkeiten schnell deutlich. Daher widmet sich der letzte Teil dem Männer- und Frauenbild in rechtsextremistischem Gruppen.

  • Facebook für Sexualstraftäter verboten

    Eigentlich ist Facebook ja richtig Mist, fiese Datenkrake. Aber ein Gutes hat es: Es ist kindersicher, denn für Sexualstraftäter (natürlich nur die männlichen!) ist Facebook verboten!

    http://www.facebook.com/help/?faq=210081519032737

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.