• Der Gender-Blender der Woche

    Neu entdeckt im Forum der Piraten, ein brandheißer Anwärter auf den Award für die dümmstmögliche Antwort: stueck.

    Folgendes Szenario
    1. Akt

    stueck heizt den Piratenmännern ein

    Jawohl, Väter - eine unterhaltspflichtige Mutter wurde noch nie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, obwohl es pflichtige Mütter gibt, die nicht zahlen.

    User kritz daraufhin, sehr cool:

    Fast richtig

    Danach verbüßten am 31. März 2008 in Deutschland 2 Frauen und 273 Männer wegen Verletzung der Unterhaltspflicht eine Freiheitsstrafe.

    http://www.abgeordnetenwatch.de/brigitte_zypries-650-5639--f199499.html#q199499

    Im Link lesen wir:

    Frage zum Thema Inneres und Justiz
    08.07.2009

    Sehr geehrte Frau Dr. Zypries,

    ich würde gerne erfahren, wieviele Frauen aktuell Haftstrafen wegen §170 StGB (Verletzung der Unterhaltspflicht) im Gefängnis verbüßen.
    Liegen Ihnen hierzu Zahlen vor?

    Mit freundlichen Grüßen

    Antwort von Brigitte Zypries

    20.07.2009

    Sehr geehrter Herr ,

    die von Ihnen gesuchten Angaben finden sich in der jährlich vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Statistik "Strafvollzug - Demographische und kriminologische Merkmale der Gefangenen zum Stichtag 31.3 -".
    Aktuell liegen die Daten für den Stichtag des Jahres 2008 vor.
    Danach verbüßten am 31. März 2008 in Deutschland 2 Frauen und 273 Männer wegen Verletzung der Unterhaltspflicht eine Freiheitsstrafe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Brigitte Zypries

    Rückblende auf stueck:

    Fast richtig. Nicht berücksichtigt wurde in diesen Zahlen, ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde.

    Es bleibt also spannend.

    :)

  • Männer und Frauen

    Julia erzählt ihre Geschichte in irgendeinem Forum irgendeines Hasstriefenden Antifeministen:

    Hallo Rastloser, hallo liebe Väter …

    Darf ich Euch allen mal eine (wahre) Geschichte aus den Augen einer alleinerziehenden, deutschen, aber im Ausland lebenden Mutter erzählen:

    Ich bin alleinerziehende Mutter von vier Kindern (zwischen 2 und 12 Jahren). Diese Kinder haben drei verschiedene Väter.
    Mein erstes Kind ist von mir bewusst gewollt, für seinen Vater das Produkt aus einem Sommerflirt, sein 5. Kind und daher nicht erwünscht.
    Mein zweites Kind ist von Vater und Mutter gewollt, das dritte, vom selben Vater, eher ein Ausrutscher, aber durchaus willkommen.
    Mein viertes Kind ein völlig ungeplantes Produkt einer zufälligen Affäre mit einem verheirateten “Freund”; von mir dennoch mit Liebe angenommen, von dem Vater zwar öffentlich anerkannt, aber jetzt abgelehnt, weil sein 5. Kind insgesamt, sein 2. aussereheliches.
    Nun bin ich für deutsche Verhältnisse auf den ersten Blick eine absolute Skandalgeschichte: Wie kann die Frau sich nur mit so vielen Männern einlassen und auch noch dabei ständig schwanger werden? Die Beantwortung dieser Frage würde ein ganzes Buch füllen, mit vielen kleinen, einzelnen aber doch miteinander verbundenen, sehr traurigen Geschichten … ein Weg auf der Suche nach Liebe. Das alles soll hier mal nicht zur Debatte stehen.
    Heute stehe ich hier, im europäischen Ausland, und kämpfe über die Grenzen hinweg mit den deutschen Vätern, die in Deutschland leben, damit diese irgendwann einmal in angemessener Weise ihrer Verantwortung für ihre Kinder nachkommen (ich habe sie schliesslich nicht alleine gemacht!). Ich arbeite in Vollzeit, um für die Betreuung und Versorgung meiner Kinder aufkommen zu können. Währenddessen ruhen sich die Herren Väter auf dem deutschen Sozialnetz aus, melden sich offiziell arbeitslos (arbeiten aber nachweislich schwarz!) und beziehen SGBII – damit ist bei ihnen nichts zu holen und auch der deutsche Staat stellt sich quer, was juristische und finanzielle Hilfe anbelangt.
    Aber ihre Rechte kennen diese Väter alle: der eine fordert ein Besuchsrecht, obwohl er zu den Kindern kaum eine Beziehung hat, weil er sie das letzte Mal im Kleinkindalter gesehen hat und danach 1,5 Jahre nichts von sich hören und sehen liess.
    Der andere nimmt sich sein Recht, die Vaterschaft, die er einmal öffentlich anerkannt hat – mit allem wenn und aber-, nun wieder gerichtlich anzufechten, damit er die daraus resultierende Verantwortung nicht mehr tragen muss. Dabei brauch er nur in den Spiegel gucken, um das Gesicht seiner Tochter zu sehen …
    Ich könnte stundenlang Ereignisse aus den letzten Jahren erzählen, da sträubt sich jedem veranwortungsvollem Elternteil das Nackenhaar und die Wut steigt auf, weil all diese kriegsähnlichen Zustände zu Lasten der Kinder gehen und weil ich in einem Land lebe, dass das gemeinsame Sorgerecht auch für unverheiratete Eltern von vornherein kennt (es bestimmt nur so etwas wie ein gewöhnliches Aufenthaltsrecht des Kindes bei dem einen oder anderen Elternteil) ohne nach dem Wohl, der tatsächlichen Lebenssituation des jeweiligen Kindes zu fragen. Doch ich frage mich allen Ernstes, warum einem Vater das volle Sorgerecht für ein Kind zustehen soll, wenn er sich einfach das Recht nimmt, völlig aus dem Leben des Kindes zu verschwinden und in keiner Weise, oder nur wenn er es für richtig hält, einen Beitrag dazu leistet, damit das Kind zu essen und trinken hat und niemals alleine ist?
    Ich gebe jedem Recht, der sagt, das einem Vater nicht von vornherein das Sorgerecht für sein (wenn auch uneheliches) Kind abgesprochen werden darf, auch darf es nicht allein im Ermessen der Mutter liegen, ob der Vater ein Sorgerecht bekommt oder nicht – weder das eine (Deutschland) noch das andere Extrem (hier) ist richtig, vielmehr müsste in jedem Fall neu untersucht werden, ob das gemeinsame Sorgerecht der Eltern für das Kind von Nutzen ist oder nicht. Und so was lässt sich nur durch eine genaue Analyse der “Familien”- bzw. Kindgeschichte und durch psychologische Beobachtung des Kindes und seines Verhältnisses zu Mutter und Vater feststellen, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Aber eine allgemeingültige Regelung des gemeinsamen Sorgerechts per Gesetz kann bei diesen Konflikten nicht die Lösung sein. Denn ein Recht muss man sich schon “verdienen”, indem man zunächst einmal seine “Pflichten” erfüllt.

    Und allen Vätern möchte ich noch eines raten: Kämpft nicht um Eure Rechte an Euren Kindern, sondern kämpft um das Wohl Eurer Kinder, dann bekommt ihr die Rechte von ganz alleine (oder von Rechts wegen!). Ein Vater (und auch eine Mutter), der beweisen kann, dass er stets seinen Pflichten pünktlich nachgekommen ist und niemals durch sein Verhalten seinem Kind geschadet hat, wird von einer Mutter immer die Zustimmung zum gemeinsamen Sorgerecht bekommen, und wenn nicht durch diese (aus Bosheit und Rachsucht), dann spätens vom Gericht.

    “Rastloser”, frag Dich mal, ob Du wirklich immer alles zum Wohl Deiner Tochter beigetragen hast! Oder glaubst Du wirklich, dass bspw. Dein Nichtzahlen, trotz gerichtlicher Anordnung, “mal sehen, was kommt”, hat Deiner Tochter nicht geschadet hat? Bringst Du Deine Ex in finanzielle Schwierigkeiten, bringst Du automatisch auch Dein Kind in Schwierigkeiten, wie auch immer Deine Ex das Problem zu lösen gesucht hat …

    Ihr armen vertriebenen Väter! Ich habe leider noch keinen von Euch kennengelernt! Oder kann es vielleicht sein, dass ihr alle vergessen habt, das VATERsein auch VERANTWORTUNG und PFLICHT bedeutet, und nicht nur RECHT.

    Irgendein Antifeminist kopiert diese Geschichte verhackstückt und mit Komentaren in ein Antifeministenforum und läßt andere Antifeministen geifern, u. a. Holger:

    An sich beschäftige ich mit den Julias und deren herbem Schicksal nicht. Hier stellt sich mir aber schon die Frage, ob es sich nicht um eine ganz ordinäre, verantwortungslose Hartz- IV-Schlampe handelt, die besser vier mal abgetrieben hätte.

    Tja, wie man seine Sympathien auch verteilen möchte, aber für was ich Holger halte, möchte ich nicht verschweigen:

    Holger ist ein Idiot.

    Dass so etwas wie Holgers Spruch in irgendeinem Forum erlaubt ist, hätte ich nie gedacht. Es lesen zu müssen, veranschaulicht ein weiteres mal, wie moralisch entstellt Menschen sein können und welche Gedankenverrbechen das Internet so verbirgt, aber auch dass eine solche Plage vor Männern nicht Halt macht. Selbstredend halte ich Holgers Verhalten weder für männlich noch für normal, aber es existiert und es rechtfertigt emanzipatorischen Feminismus!

    Abtreibung ist keine Lösung, selbst dann nicht, wenn Männer Unterhalt sparen wollen oder Verantwortung verweigern! Auch Männer wie Holger müssen das Lebensrecht der Kinder zur Kenntnis nehmen und nicht Tod ungeborener Kinder gutheißen, weil es ihnen einen Vorteil oder Genugtuung verschafft!

  • Merkwürdiges aus der Gedankenwelt eines Forumspiraten..

    Die AG Männer auf dem Forum der Piratenpartei setzt wieder Segel:

    KW 47 - Arbeitsschwerpunkt Kindesunterhalt

    User DoS, in Einfalt und Penetranz nicht unterbieten schreibt:

    Das ganze Gebäude Unterhaltsrecht basiert letzendlich darauf, dass die Väter defacto nicht mehr zum Vater-Mutter-Kind System zählen, nach der Trennung besteht nach politischen Verständnis die Familie nur noch aus Mutter-Kind.
    Der Mann ist in diesem üblen Spiel letzlich in den Kopfen der Richter und Politiker nur die Person welche der Frau per Zeugung einen Schaden zu gefügt hat und somit schadenersatzpflichtig, gnädigerweise ruht diese Pflicht während des zusammenlebens . In Fall der Trennung jedoch wird der Vater mit aller staatlichen Macht -inklusive Gefängnisandrohung - in Haftung genommen, völlig ohne Rücksicht auf Betrachung der Gegebenheiten des ganzen Systems - Trennungsfamilie.
    Diese Aufteilung der Trennungsfamilien in Täter (Vater ) und Opfer (alleinerziehende Mutter und Kind) schafft schließlich die gesellschaftlich Basis um den wahnwitzigen Auswüchsen des Unterhaltsrechts die nötigen Akzeptanz zum verleihen. Und der Staat sich letzendlich z.T. lächelnd aus der Verantwortung ziehen kann. Wie gesagt : Teile und Herrsche.

    Äh, eigentlich nicht. Denn:

    1.) Sind Mutter wie Vater zum Kindsunterhalt verpflichtet und nur für jenen wird Barunterhalt fällig, der keinen Naturunterhalt leistet. Naturalunterhalt leistet der, bei dem das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat.

    2.) Wird Kindesunterhalt nicht als Schadenersatzlesitung der Mutter bezahlt, sondern dient der Existenzsicherung des Kindes, die beiden Elternteilen obliegt, auch wenn diese nicht zusammen leben.

    3.) Sind Unterhaltsverpflichtigungen keine "wahnwitzigen Auswüchse" und auch nicht dazu geeignet, Opfer-und-Täter-konstellation in Familien zu implizieren, sondern ein Recht des Kindes gegen beide Eltern gleichermaßen.

    Mir stellen sich bei soviel Unwissen die Nackenhaare auf. Aber DoS ist noch lange nicht am Ende, mit dem Versuch, in seiner einfältigen Vorstellungswelt zu stochern. Er führt aus:

    Ein Beispiel um den Irrsinn zu verdeutlichen :

    Situation A:
    Familie Müller leben bisher zusammen, in einfachen Verhältnissen, sie haben 2 Kinder . Frau Müller arbeitet als Friseuse, Herr Müller als Packer in einen Versandhandel in Schichtbetrieb. Beide wollen von Anfang an sich in die Kindererziehung einbringen und können aufgrund ihrer Arbeitszeiten diese ganz gut aufteilen. Frau Müller kümmert sich dabei ca 60% der Zeit um die Kinder , Herr Müller 40 %. Da sie beide nur einen sehr geringen Stundenlohn haben, reicht ihr Einkommen nicht um das Exsistenzminimun der Familie , insbesondere der Kinder, abzudenken - sie bekommen deshalb staatliche Sozialleistungen.

    Situation B:
    Nach einiger Zeit merken Frau und Herr Müller da es einfach nicht mehr klappt in ihrer Beziehung , Sie entschließen sich scheiden zu lassen , ganz einvernehmlich und ohne Streit soll dies passieren. Herr Müller findet eine neue kleine 1 Zimmerwohnung direkt in der Nachbarschaft, so dass sie die bisherige Betreunungsaufteilung beibehalten können. Natürlich haben beide Bedenken gehabt wegen der finanziellen Situation nach der Trennung , den mit den eh schon knappen Mittel muß die Trennungsfamilien ja jetzt auch noch die 1 Zimmerwohnung von Herr Müller , samt Haushalt mit finanzieren, aber es wird schon gehen.

    Und jetzt kommt der Staat ins Spiel:
    Während in Situation A noch eine Woge der Empörung durchs Land gehen würde (zumindest außerhalb der FDP-Wählerschaft), wenn der Staat von Herrn Müller per Androhung einer Gefängnisstrafe die Aufnahme eines Nebenjobs fordern würde, um selbst das Existenzminimum seiner Kinder sicher zu stellen, ist die in Situation B ganz normale Rechtsprechung.

    In Fall B macht der Staat aus der Trennungsfamilien per ideologische Defintion ganz einfach Täter und Opfer und schon hat er ganz andere Ansatzpunkte. Im Konkreten würde nämlich der Staat versuchen die bisher (in Situation A ) an die (Trennungs-)familie gezahlten Leistung vom Täter ( dem Vater ) einzufordern. Es würde Klage bei Gericht eingereicht und der Vater würde unter Androhung einer Gefängnisstrafe, wegen Unterhaltspflichtverletzung zur Aufnahme eines Nebenjobs gezwungen um sein Einkommen zu steigern.
    Dass der Staat in Situation B auch noch dazu beträgt , dass Herr Müller wegen veränderter Steuerklasse nach der Scheidung grundsätzlich weniger Netto hat, ist dabei noch gar nicht erwähnt.

    Als zusammengefaßt:
    In Situation A kann die Familie das Existenzminimum der Kinder nicht selbst erwirtschaften und erhält staatliche Unterstützung.
    In Situation B kann die Familie das Existenzminimum der Kinder aufgrund der gestiegenen Kosten noch weniger erwirtschaften und erhält weniger Unterstützung. Dem Vater werden nun ganz andere Verpflichtungen auf erlegt das Existenzminimum der Kinder zu sichern :
    Pflicht zum Nebenjobs unter Gefängnisandrohung. Nebenbei langt der Staat durch veränderte Steuerklasse der Trennungsfamilie auch noch an anderer Stelle in die Tasche.

    Wie bereits erläutert, die ideologische Basis dieses staalichen Handelns liegen darin, dass die Existenz der Trennungsfamilien geleugnet wird, und stattdessen ein Täter (Vater) - Opfer (alleinerziehende Mutter + Kind) - Schema aufgebaut wird. Und der Staat kann sich dadurch still und heimlich seiner Verantwortung entziehen und z.T. sogar noch bereichern.

    DoS

    Jau, also irgendwie so. Wichtig ist vor allem, dass ein Mann, weil er seine Kindern Unterhalt muß, sich als Täter verurteilt zu fühlen habe und dass ihm alle tief in die Tasche greifen. Dass ein alleinstehender Mann von seinem Einkommen aber weniger Ausgaben hat, wenn er nur Unterhalt an seine Kinder zu halten hat, weil selbst mit der Dopplung durch den Anteil seiner Frau am Unterhalt der Kinder als Naturalunterhalt das Auskommen der Kinder nicht gedeckt ist, läßt User DoS völlig kalt. Die Ausgaben die Frau Müller hat, interessieren DoS auch wenig. Tatsachen wie jene, dass eine Trennung das Einkommen der geschiedenen Frauen statistisch um 27 % mindert, das der getrennt lebenden Männer ab nur um 4 %, interessiert DoS auch nicht.

    Männer wie Frauen erleiden durch eine Trennung bzw. Scheidung einen Einkommensverlust (Tabelle 4.16). Frauen haben jedoch deutlich stärkere Einkommenseinbußen im Vergleich zu Männern. Insbesondere die Betrachtung der bedarfsgewichteten Pro-Kopf-Einkommen zeigt, dass ein größerer Teil der Frauen nach einer Trennung beträchtlich schlechter gestellt ist als Männer. Die Hälfte der Frauen muss ein Jahr nach der Trennung beim bedarfsgewichteten Pro-Kopf-Einkommen einen Einkommensverlust von 27 Prozent und mehr hinnehmen, während diese Ziffer bei Männern nur 4 Prozent beträgt.

    Quelle

    Dass mit Kindern zu leben, deren Alltag zu finanzieren, teurer ist, als diese an Bar- und Naturalunterhalt von ihren Eltern beanspruchen können, ist wenig interessant, wenn man die dramatischen Folgen für die armen als "Täter" verfolgten Männer beklagen will. Dass auch bei einem Ausfall der Unterhaltsleistungen nach dem Unterhaltsvorschußgesetz lediglich Leistungen für Kinder bis zu 5 Jahren von 117 Euro und von 6 bis 11 nur 158 Euro (soll 2010 erhöht werden) und diese auch nur 72 Monate lang bezahlt werden, aber der Bedarf des Kindes nicht automatisch sinkt, sondern aus dem Einkommen der Mutter oder zu Lasten der Sozialleistungsträger begleichen werden muß, wird auch verschwiegen.

    Kurz: Die Forumspiraten der AG Männer möchten also mit ihrer Zahlung die Umgangsrechte sichern. Je häufiger der Kontakt mit dem Kind um so weniger muß Papa an Unterhalt bezahlen, so denkt sich das der Forumspirat. Dass ein Kind aber Kosten verursacht, wenn es nicht zu Hause ist, spielt dabei keine Rolle. Wie auch vermeintlich irrelevant ist, dass der alltägliche Bedarf des Kindes eben nicht mit der - durch was auch immer - geminderten Unterhaltsleistung des vaters sinkt. Die betreuende und dabei zum vollen Naturalunterhalt (und darüber hinaus) verpflichtete Mutter, kann natürlich keinen Einfluß auf die Unterhaltshöhe nehmen (denn wenn sie ihr Kind liebt, wird sie es betreuen und ernähren sowie bekleiden und wohnen lassen wollen). Eine Möglichkeit, Naturunterhalt einzusparen, ergibt sich für den betreuuenden Elternteil nicht. Wozu auch? Die Tatsache, dass der betreuende Elternteil Naturalunterhalt leistet, hat sich bisher bis in die AG Männer nicht herumgesprochen. Man(n) glaubt dort wirklich, dass allein der Unterhalt des vaters das Existenzminimum des Kindes sicherstellt und auch nur jener erbracht wird.

    Wie bitte werden diese Kinder in der Familie gelebt haben, wenn diese Kinkerlitzchen an KU diese Männer an den Rand des Wahsinns treiben? Von einem Apfel und einem Ei in der Woche? Wie schafft es jemand, dauerhaft anzunehmen, ein Kind sei mit dem, was er an Barunterhalt leistet, tatsächlich über die Runden zu bekommen? Wie ist zu erklären, dass es über Jahre hinweg gelingen kann, die Unterhaltsleistung der betreuenden Mutter, den Naturalunterhalt so konsequent zu ignorieren?

  • Frühkindliche Kontakte erhöhen Plastizität des Gehirns

    "Kindergarten" macht Mäusegehirn fit für Sozialverhalten

    Frühkindliche Kontakte erhöhen Plastizität des Gehirns

    Mäusebabys, die in "Stillgemeinschaften" aufwachsen, nehmen später rascher ihren sozialen Rang ein als Tiere, die aus einer Einzelfamilie stammen. Das belegen Experimente, die italienische Forscher auf dem Forum der Europäischen Hirnforscher in Wien präsentierten. Sie zeigen auch, dass ein plastischeres Gehirn der Schlüsselfaktor für die größere soziale Kompetenz ist.

    (...)

    Zusammenhang auch beim Menschen?

    Aus diesen Ergebnissen schließen die Forscher, dass die in der Gruppe aufgewachsenen Tiere ein plastischeres Gehirn besitzen als ihre Artgenossen aus "normalen" Mäusefamilien. Dies bedeutet, dass das Gehirn effektiver Verbindungen zwischen Nervenzellen aufbauen oder verändern kann. Beim Menschen gilt die Plastizität des Denkorgans als entscheidende Voraaussetzung für Lernen und Gedächtnis. "Diese Ergebnisse legen nahe", sagt Branchi, "dass die Plastizität des Gehirns auch in der Entwicklung sozialer Kompetenz eine Schlüsselrolle spielt."

    Psychische Störungen aus Mangel an frühkindlichen Kontakten?

    Aus Studien an psychiatrischen Patienten wissen die Forscher, dass Erkrankungen wie Depressionen und Schizophrenie mit ungünstigen Erfahrungen in der frühen Kindheit, sowie mit niedrigen Neurotrophinspiegeln, vor allem geringeren Mengen an BDNF, assoziiert sind. Die italienischen Forscher gehen darum davon aus, dass ein Mangel an sozialen Kontakten in der frühen Kindheit die Anfälligkeit für psychiatrische Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen, Schizophrenie oder soziale Phobie erhöhen kann. An diesen Störungen leiden in den westlichen Industrienationen etwa zehn Prozent der Bevölkerung.

    Im hiesigen Kulturkreis nennt man diese Störung auch "Maskulismus".

    :crazy:

    Im Ernst, obwohl es umwerfend aussieht, ist es einleuchtend: Kindheit in Einsamkeit verursacht Schäden. Darum ist ein kostenfreies Kindergartenpflichtjahr kein Unsinn, sondern hat seine Berechtigung.

    Lehrer für Kindergartenpflichtjahr und mehr psychologische Beratung ddp

    Dresden (ddp-lsc). Vor dem Hintergrund des schlechten Abschneidens deutscher Schüler bei der aktuellen PISA-Studie fordert der Sächsische Lehrerverband (SLV) eine bessere personelle Ausstattung der psychologischen Beratungsstellen für Schüler. Derzeit gebe es für die 1900 Bildungseinrichtungen in ganz Sachsen lediglich rund 45 Schulpsychologen, kritisierte die SLV-Vorsitzende Ingrid Schwaar am Dienstag auf ddp-Anfrage in Dresden. Dies führe dazu, dass verhaltensauffällige Schüler bis zu einem Dreivierteljahr auf einen Beratungstermin warten müssten.

    Auch seien mehr Sozialarbeiter für Schulen in sozialen Brennpunkten notwendig. Dagegen gebe es derzeit etwa für alle Dresdner Bildungsstätten nur drei Sozialberater. Darüber hinaus verlangte Schwaar die Einführung eines Kindergartenpflichtjahrs, um Kinder auf die Schule vorzubereiten. Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD sehe zwar ein Schulvorbereitungsjahr in den Kindertagesstätten vor. Allerdings besuchten in Sachsen derzeit etwa fünf Prozent der Kinder keinen Kindergarten und kämen damit nicht in den Genuss dieses Angebots. «Das sind aber in der Regel die schwierigen Schüler in der ersten Klasse», erklärte Schwaar.

    17.01.2008: Grüne fordern Kindergartenpflichtjahr für bessere Integration

    04.01.2009: Gratisbesuch: Zeitdruck bei Kindergarten-Pflichtjahr

    03.12.2007
    Dazu eine Umfrage auf eltern.de: Kindergartenpflicht- Ja oder Nein?

    Soll der Besuch des Kindergartens für jedes Kind zumindest für ein Jahr
    Pflicht sein?

    Das aktuelle Ergebnis:
    Ja: 48.25%
    Nein: 49.53%
    Weiß nicht: 2.22%

    UserInnen gesamt: 1171

  • Drei mal Drei macht Neune...

    Kyra gibt nicht auf. Kläglich in einer Vorabstimmung auf dem Landesparteitag der Piraten in Hessen gescheitert, freut sich Kyra nun, dass Piraten die Probleme der AG Männer, die auch Kyras sind, nun endlich kennen. Kyra schreibt hierzu:

    auch wenn jetzt vermutlich viele enttäuscht sind, lief es gar nicht so schlecht. Ich habe vor dem Antrag ein Meinungsbild eingeholt (das ist so etwas wie eine Probeabstimmung), da wurde klar, dass ich niemals die benötigte 2/3 Mehrheit bekommen (ich würde so auf 40% tippen, was schon recht gut ist für den Anfang). Ich habe den Antrag zurückgezogen, was sehr erleichtert aufgenommen wurde. Und die Piraten dort veranlasst hat, uns aufzufordern in diesem Bereich weiterzumachen. Diese Aufforderung war ernst gemeint und wurde mit Applaus aufgenommen. Denn Piraten lieben keine neuen Themen....das nur das Thema Bildung ist durchgegangen. Die Frage ist, ob wir dem Thema einen anderen Namen geben. "Jungenförderung" bei einer Partei die zu 90% aus Männern besteht, ist für die schon vom Ausdruck her ein Problem. "Chancengleichheit für Kindern" würde da eher durchgehen. Und wir fangen eben bei den Benachteiligten Jungen an. Jetzt kennen jedenfalls schon mal viel mehr aktive!! Piraten das Thema. Eigentlich stehen sie ihm nicht negativ gegenüber, denn die Zahlen sprechen für sich. Aber das Thema kommt jetzt erst langsam bei den Piraten an. Wir müssen weitermachen. Es ist ein mühsames Geschäft, Urs und Poseidon werden das bestätigen können, denn sie waren auch da.
    Jeder der die Piraten wirklich kennen lernen möchte sollte mal auf einen LPT seines Landes fahren. Einen positiven Einstieg kann jeder so wie ich erreichen, indem er das Thema Bildung als Parteipunkt der Landespartei vorschlägt. Ich vermute dies ist bisher auch in den anderen Bundesländern noch nicht im Programm, aber wichtig bei den Kommunalwahlen. Damit kann jeder aus der AG Männer schon mal positiv punkten. Die Jungenrechte sollten in diesem Zusammenhang angesprochen werden. Wobei, wenn wir das Thema anders benennen, aber inhaltlich alles belassen (nur inhaltlich nachbessern), ist sie für die Piraten einfacher anzunehmen.
    Das war es erst mal von einem sehr intensiven Parteitag.

    In der Tat, Kyra, mich enttäuscht sehr, dass es sooo schlecht mit eurem lächerlichen Antrag nun doch nicht gelaufen ist. Allerdings wie schlechter hätte es denn noch laufen können und warum rüttelt auch dieses Desaster Typen wie dich, Urs und Poseidon nicht wach? Was muß noch passieren, damit ihr begreift, dass eure Gefühlswelt als diskriminierten Mann nicht mit der sozialen Wirklichkeit kompatibel ist? Was braucht es, damit jemand wie ihr drei Spezialisten begreift, dass das schlechte Gefühl am Morgen, doch nicht als König von Deutschland zu erwachen, keine Diskriminierung der Männer ist, die mit Jungenförderung auszugleichen ist? Und für wie blöde, haltet ihr die Öffentlichkeit (und die Piraten) nun unter dem Label "Chancengleichheit für Kinder" erneut mit gleichem Mist durchzustarten, um eben doch noch in Jungsförderung einsteigen zu wollen?

    Geht´s noch?

  • Isi und die Klugscheißer

    Ich untersage folgenden Usern die Kommentarfunktion meines Blogs zu mißbrauchen:

    Autor: einePersonWieKeine (IP: 80.187.100.124, tmo-100-124.customers.d1-online.com)
    E-Mail: einePerson@WieKeine.de
    URL:

    Autor: einePersonWieKeine (IP: 80.187.109.235, tmo-109-235.customers.d1-online.com)
    E-Mail: ihrseid@menschenfeinde.com
    URL:

    Autor: Wunderlicher (IP: 188.100.191.236, dslb-188-100-191-236.pools.arcor-ip.net)
    E-Mail: p@wunderlich.de
    URL:

    Wir sind hier nicht im Blog für Schwererziehbare und ich bin keine Supernanny.

    (Ich bitte um Entschuldigung, dass ich leider nicht genug Zeit habe, eurem Stuss pausenlos beizuwohnen und sofort darauf zu reagieren.)

  • Aus gegebenem Anlaß: Das Recht am eigenen Bild!

    Es kommt ja immer mal wieder vor, dass irgendwelche hemmungslosen Cyberstalker es nicht lassen können, mit zusammengeklaubten Indiskretionen im Netz hausieren zu gehen, gern auch mal mit Fotos. Manchmal auch von mir. Damit das zukünftig nicht mehr passiert, hier ein paar grundlegende Informationen zum Recht am eigenen Bild:

    Das Recht am eigenen Bild oder Bildnisrecht ist eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden (§ 22 Satz 1 Kunsturheberrechtsgesetz (KUG/KunstUrhG)).

    Besonders spannend:

    8.1 Zivilrechtliche Ansprüche

    Wurde das Recht am eigenen Bild durch eine unbefugte Veröffentlichung verletzt, oder droht die unberechtigte Veröffentlichung eines Bildes, kann der Betroffene einen Unterlassungsanspruch gem. §§ 12, 862, 1004 Abs. 1 S. 2 BGB analog in Verbindung mit § 823 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 22,23 KUG gegen das jeweilige Medium geltend machen (Verbreiterhaftung) um die Erstveröffentlichung des Bildes oder eine wiederholte Veröffentlichung zu verhindern.

    Daneben kann auch ein Anspruch auf Schadensersatz nach § 823 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 22,23 KUG bestehen. Hier ist neben dem Ersatz des konkreten Schadens nach der sogenannten Lizenzanalogie (§ 97 Abs. 1 S. 1 UrhG) eine fiktive Lizenzgebühr für die Verwendung des Bildes zu bezahlen und ein etwaiger Gewinn (z. B. wegen Steigerung der Auflage) herauszugeben. Einen guten Anhaltspunkt für die Berechnung der fiktiven Lizenzgebühr bietet dabei bei professionellen Fotomodellen die VELMA-Liste, herausgegeben vom Verband lizenzierter Modellagenturen e. V.[12]

    Wurde durch die Veröffentlichung schwerwiegend in das Recht am eigenen Bild eingegriffen, beispielsweise durch den Abdruck von Nacktfotos, kann auch ein Anspruch auf Entschädigung in Geld für einen immateriellen Schaden (Schmerzensgeld) bestehen. Dieser wird aus § 823 Abs. 1 BGB in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG abgeleitet und soll neben der Genugtuungsfunktion für das Opfer auch eine Präventionsfunktion für den Verletzer haben.

    Wurden die Bildnisse unbefugt erstellt, kann auch die Herausgabe des Bildmaterials verlangt (§§ 1004 Abs. 1 S. 2 BGB analog in Verbindung mit §§ 823 Abs. 1, 249 S. 1 BGB) oder ein Anspruch auf Vernichtung nach §§ 37, 38 KUG geltend gemacht werden.

    § 22 KUG bestimmt:

    „Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von zehn Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.“

    Möchte also jemand ein Foto von jemandem veröffentlichen, sollte er sich dessen Einwilligung bestätigen lassen, am besten schriftlich. Liegt diese Einwilligung nicht vor, besteht ein Anspruch des Abgebildetn auf Löschung und evt. auf Schadenersatz. Die Einwilligung wird als gegeben angenommen, wenn der Abgebildete eine Entlohnung für die Ablichtung erhielt.

    Für die Veröffentlichung meiner Fotos verlange ich 1.000,- €.

  • Maskulismus ist keine Meinung...

    ...sondern eine Frechheit.

    Besorgt fragt User Catsister im Forum der AG Männer im Strang Schwarz-Gelb plant Erhöhung des Kindesunterhalt um 13%:

    Hallo,

    was mir an euren Ausführungen insgesamt fehlt, ist die Überlegung, wieviel eure Kinder real brauchen.
    Da gibt es Zahlen in Tabellen und Erhöhungen und Absenkungen, an denen man "sein Recht" ablesen kann.
    Aber wieviel benötigen eure realen Kinder?
    Ihr könnt doch nicht im ernst glauben, dass euer Kind mit 199€ oder auch mit 272€ vollversorgt ist.
    Was berechnet ihr, was euer Kind/eure Kinder real an Unterhaltskosten kosten?
    Und eine weitere Frage:
    fühlt ihr euch alleinverantwortlich für die Aufbringung des Kindesunterhalts oder sollte die Mutter mindestens den gleichen anteil abliefern?

    Das Problem, dass diskriminierte Männer zum Sturmlauf gegen Unterhalt treibt, ist darin zu sehen, dass sie überhaupt mit Verantwortlichkeiten bzgl. gemeinsamer Kinder belastet werden. Jeder Cent ist da zuviel. Das Existenzminimum der Kinder zu sichern, sei alleinige Aufgabe der Mutter wie auch des Staates. Diskriminierte Männer möchten nur Pimpern, nicht zahlen: Sex haben Sie gern, am liebsten mit Frauen, ungeschützt, aber die Kosequenzen fallen bitte auf Staatskosten und der Mutter zu. Den unwilligen Vater möge man jeder materiellen (und oft auch sonstigen) Verantwortung frei halten und den Rest sucht er sich halt aus, um dann noch zu jammern, dass Väter (und nebenbei auch verurteilte Pädophile) zu wenig Rechte am Kind haben. Wie das Kind von den paar Euros leben soll und warum es sogar lebt, wenn der Vater Unterhalt einbehält, das interessiert diskriminierte Männer nicht.

    Piraten, schmeißt die diskriminierten Männer raus!

    Macht ´ne Umfrage (am besten doodle :)) ) ähnlich der Sinus Milieustudie Diskriminierung im Alltag:

    Fühlen Sie sich als Mann auf Grund ihres Geschlechts diskrimininiert und warum?

    1) Unterhalt
    2) Bildung
    3) Feminat
    4) Wehrpflicht
    5) Gesundheitspolitik

    Jeder, der irgendetwas ankreuzt, fliegt raus.

    Piraten sind doch keine Selbsthilfegruppe, oder? Minderheiten- und Milieuprobleme professionalisierter Unterhaltsverweigerer sind keine Politik sein. Und zum Jammern über die unendlichen Plagen (Verantwortung), die Männer ob ihrer Potenz ereilen, gibt es bereits genug Foren, in denen dieser Unsinn rauf- und runtergebetet wird. Wozu auch noch ´ne Partei instrumentalisieren? Welche Deppen auch immer diese AG Männer ins Leben gerufen haben und warum: Sie gehört abgeschafft!

    Die AG Männer betreibt keine Männerpolitik, sie betriebt AntiMÄNNERpolitik. Die meisten Väter tragen sehr wohl und aufrichtig Verantwortung für ihre Kinder und sie zahlen Unterhalt, soweit sie können. Selbst wenn sie es sich kaum leisten können, aber ohne darunter zu leiden oder es ändern zu wollen. Aber die AG Männer betreibt Lobbyarbeit einer antisozialen Minderheit, in dem sie den Schwachsinn der üblen Protagonisten als männliche Wirklichkeit annimmt und darauf politische Forderungen stellt, die dann für alle Männer zu gelten haben. Weil es diese Vollspacken (Pimpern auf Staatskosten!) gibt, ist Unterhalt für Männer ein Zwang. Der Eindruck, der beim Lesen der AG Männer vom Dasein der Piratenmänner entsteht, ist ein fürchterlicher: Piraten verweigern Verantwortung für ihre Kinder, Piraten verachten Frauen, Piraten wollen Alimentationsflucht legalisieren, Piraten sind antisozial und dumm.

    Ob Piraten sich dieses Etikett leisten wollen, entscheiden sie selbst.

  • Lichtblicke bei den Piraten!

    Mit offenem Mund und großen Augen staune ich über durchaus interessante Beiträge eines Users Waldkauz im Forum der Piraten in der AG Familie zum Thema Kindergeld:

    Die Beispiele von PapaPirat und von diedoro sind nur typisch dafür, dass viele Eltern nur wegen ihrer Kinder zu Hartz IV-Empfängern werden. Es sind typische Beispiele für die zunehmende Familienarmut, die durch unser Sozialsystem erzwungen wird. - Eine Lösung kann aber nicht in einer Erhöhung der Hartz IV-Sätze liegen, sondern ist nur durch eine finanzielle Anerkennung der Erziehungsleistung erreichbar. Schließlich ist die Erziehumg von Kindern heute eine Leistung, die der ganzen Gesellschaft zugute kommt und über das Rentenrecht sogar besonders denen, die selbst keine Kinder haben, und nicht nur den Eltern, wie das früher die Regel war.

    und

    Wenn sich der Staat das Recht nimmt, den wirtschaftlichen "Ertrag" der Kindererziehung zu vergesellschaften, wie er es vor allem durch das Rentenrecht getan hat, dann hat er auch die Erziehungskosten zu vergesellschaften. Das geht nicht ohne finanzielle Anerkennung der Erziehungsleistung. Von "Abkassiererei wegen Kindern" kann da keine Rede sein. Dann wäre es schon eher gerechtfertigt, heute von einer "Abkassiererei wegen Kinderlosigkeit" zu sprechen, was ich allerdings nicht tue. Schließlich sind nach geltendem Recht die heutigen Kinder verpflichtet, später auch Leuten ohne Kinder die Renten zu bezahlen.

    Genau so ist das und genau das wäre gerecht und überaus vernünftig. Mal sehen wie die Piraten - im und außerhalb des Forums - damit umgehen.

    Zwischenzeitlich werden aber auch ein paar Piraten für die Frauenfeindlichkeit bei gewissen Piraten sensibilisiert, zBsp. durch Poseidon, denn die Befürchtung, dass die Piratenpartei durch solche Beschlüsse “in der Öffentlichkeit noch mehr als frauenfeindlich dargestellt würde” spielte bei jenen im Testlauf befragten eine große Rolle bei der Ablehnung eines Antrages des Piraten Kyra zum Theme Jungeförderung:

    Hallo Kyra,

    um auch außerhalb der Forenbegeisterung mal die Reaktion von ganz normalen Piraten kennen zu lernen, habe ich den Antrag auf unserem gestrigen Stammtisch zur Diskussion gestellt und wir haben das Thema auch sehr lebhaft, mehr als 30 min. diskutiert, aber Deine Hoffnung, dass es harmlos ist und einfach abgenickt wird, kann ich leider nicht bestätigen.

    Allerdings schlußfolgert Poseidon selbst daraus nicht etwa, dass die anderen Piraten vielleicht Recht haben könnten. Er meint vielmehr, sie sind nur zu dumm, hartherzig und holzköpfig in ihrer berechtigten Vorsicht vor Frauenfeindlichkeit, denn man habe da noch “dicke Bretter zu bohren”, meint Poseidon, seines Zeichens Pirat:

    “Obwohl die meisten der anwesenden, männlichen Piraten selbst von Benachteiligungen in ihrer Schulezeit, oder bei Bewerbungen, berichtet haben, war keiner emotional bereit zu akzeptieren, dass es hier eine geschlechterspezifische Benachteiligung der Jungens gibt.”

    Man muß eine Benachteiligung als Mann auch nicht fühlen, sondern argumentativ belegen und damit haben eben VIELE Menschen - auch Männer - ein Problem, so ca. 98 % nämlich.

    Dass KEINER der Piraten an der Basis bei dieser Befragung als Testlauf bereit war, Poseidons Gefühlswelt politisch wichtig zu nehmen, erfreut mich sehr. Allerdings erschreckt mich Poseidons Reaktion umso mehr. Seine Einschätzung lautet:

    D.h. die fehlende Bereitschaft der Männer das Problem überhaupt an sich heranzulassen scheint eines der großes Hindernisse auf dem Weg zur Verbesserung der Situation der Jungens zu sein.

    Ich glaube, ein viel größeres Hindernis auf dem Weg zur Jungenföderung wird sein, dass auch männliche Piraten Benachteilugung von Jungen und Männern nicht fühlen, sondern belegt haben wollen.

    Aber das stört Poseidon nicht, denn die anderen, kritischen Stimmen sind eben schlicht noch nicht bereit, sich ihren eigenen Diskriminierungserfahrungen emotional zu öffen und zur Not auch fremde (zBsp. Poseidons) als die eigenen zu akzeptieren, um sich mind. so diskriminiert zu fühlen wie er.

    Aber durch die Ablehnung dieses Antrages an der Basis besteht also noch Hoffnung, dass diskriminierte Männer wie Poseidon, die emotional bereit sind zu akzeptieren, dass es hier eine geschlechterspezifische Benachteiligung der Jungens gibt, sich ob der Unbelehrbarkeit der stimmberechtigten Piratenbasis enttäuscht zurückziehen. Wahrscheinlich werden sie dann zwar im Glauben bestärkt, dass die feministische Ideologie bereits zu viele Gehirne verseucht hat und sie werden ihre ausweglose Lage in steter Bedrohung zwar nicht akzeptieren, aber wenigstens können sie es nicht ändern.....

  • Isis Mietfemanzen-Service

    Ein gewisser /ajk macht sich wohl klammheimlich Hoffnungen, zumindest hat er mich diskret wissen lassen:

    Und gerne würde ich sie mal persönlich besuchen und zur Rede stellen.

    Von Mann zur Feministin-die-meint-alles-besser-zu-wissen-und-andere-demütigt-und-beleidigt!

    /ajk

    Jederzeit, werter /ajk, lassen Sie mir aber 5 Minuten, um mich vorher hübsch zu machen, denn ich bin halt eine Frau und:

    Diese nutzen das Internet viel stärker zur Bräutigamschau als Männer.

    /ajk

    Problematisch dürfte ein solches Date ja nicht sein, denn Random weiß:

    Manchmal wundert man sich über das lausige Insiderwissen. Von Isi ist sogar ihre Unterhosenmarke bekannt.

    Um ihrem Problem, /ajk, und wenigstens dieser Diskriminierung der Männer ein wenig abzuhelfen, keine Femanze in ihrer Nähe zu wissen, die sie immer mal wieder zur Verantwortung ziehen können, haben wir - ich und ein paar Freunde - eine grandiose Idee: Wir gründen einen Mietfemanzen-service, mit Lieferung freihaus. Näheres dazu später, wir sind noch in der Planungsphase, aber weil ich so aufgeregt bin, euch endlich helfen zu können, hier ein paar indiskrete Vorabinformationen:

    Wir arbeiten zukünftig auch offline und bundesweit, dabei mit flexibleren Öffnungszeiten und größerem Opferpotenzial. Niemand wird also erst eine teure Internetverbindung aufbauen müssen, um eine Frau als Feministin, Femanze, Geschlitzte oder Charaktersau zu beschimpfen, er braucht nur unsere Opfer-freihaus-hotline (keine 0190er-Nummer!) anrufen und es wird ihm völlig kostenfrei eine Frau zum Anbrüllen zur Verfügung gestellt. Unsere Femanze bringt auch ein Halsband und eine eigene Fußmatte mit Aufschrift "Verantwortung" mit, sie stellt sich daneben und sie können Sie dann zur Verantwortung ziehen. Wenn Sie wollen, mehrfach, im Takt, mit Schwung oder auch sacht. Ihre kostenfreie Mietfemanze wird von uns vertraglich verpflichtet, sich ihnen gegenüber furchtsam zu geben, Widerspruch zu verschlucken ud bei jedem Wort erschrocken zu gucken. Das Angebot an Feministinnen wechselt wöchentlich und die Ankunft sowie den Aufenthalt der Feministinnen in Rufnähe der Kunden stellt ein speziell ausgebildetes Team an Betreuern in lila Hosenanzügen und Betreuerinnen (Femanzenazubis) sicher, die gern auch ungeübte Kunden bezüglich evt. Probleme beim Wutabbau beraten. Wenn unser Service gut angenommen wird, ist es sogar möglich bei einem Termin aus verschiedenen Feministinnen auszuwählen, die auch optional anders reagieren können. (Bitte bei der Buchung angeben.)

    Heißen soll das Ganze: Rent a Femanze (kurz: RaF) und unser Logo ist eine geballte Männerfaust mit einem zerbrochenen Vibrator.

    Ist das cool?

    Ich führe schon seit Wochen eine Kartei potenzieller Kunden, um nach Fertigstellung des Konzepts sofort mit der Werbung loszulegen. Darf ich Sie einschreiben, /ajk? Wollen Sie auch mal eine Femanze anplärren, live und in Farbe?

    Die erste ehrenamtliche Mietfemanze für den Außendienst bin natürlich ich. Eine muß ja mit gutem Vorbild vorangehen. Außerdem lassen mich die Recherchen in mutmaßlichen Antifeministenforen einschätzen, dass es ratsam ist, alle Außendienstler zum Zwecke der Kenntlichmachung Isi (alternativ auch "Mutti") zu nennen. Damit werden 99 % der Kundenwünsche in Sachen Feindbild ohnehin abgedeckt sein. Startkapital brauchen wir nicht, wir investieren gern: Für die gute Sache muß jeder Opfer bringen, natürlich auch ich. Ein bisschen Sorgen bereitet mir das Wissen, dass der bisher ermittelte Kundenstamm in ganz Deutschland nicht mehr als 50 Personen umfaßt, aber wenn wir unsere Aktivitäten auf die Wochenenden beschränken, haben wir ein Jahr fast rum und beginnen dann halt von vorn.

    Empfehlen Sie uns weiter! Antifeminismus muß als Hobby anerkannt werden. Helfen Sie mit ihrer Buchung unseres besonderen Service, ihre Bedürfnisse befriedigen zu können.

    PS
    Die Fußmatte können Sie dann behalten!

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